Migration

Berlin. - Angesichts von mehr als 600 Todesfällen im Mittelmeer in den vergangenen vier Wochen haben die Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen die "Behinderung der Seenotrettung durch europäischen Regierungen" kritisiert. Anlass ist das Treffen der EU-Innenminister zu Beratungen über die Flüchtlingspolitik am Donnerstag in Innsbruck.

pro asyl logo 200Frankfurt. - PRO ASYL hat die Ergebnisse des EU-Gipfels scharf kritisiert. "Das ist der Gipfel der Inhumanität. Gefolterte und Verfolgte einfach so in Europa wegzusperren ist inhuman. Flucht ist kein Verbrechen. Die Staats- und Regierungschefs lassen jegliches Mitgefühl mit Verfolgten vermissen", sagte Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL. "Innerhalb und außerhalb der EU entstehen nun Lager der Hoffnungslosigkeit".

oneBerlin. - Auf der Agenda des EU-Gipfels in Brüssel stehen am Donnerstag und Freitag der kommende EU-Siebenjahreshaushalt (2021-2027) sowie die gemeinsamen Herausforderungen beim Thema Migration. Bereits vor dem Gipfel ist ein Abschlussdokument durchgesickert, das vorsieht, einen Teil der Mittel für außenpolitische Angelegenheiten in einem separaten Finanzierungsinstrument zur Migrationssteuerung anzulegen. Die Entwicklungsorganisation ONE zeigt sich alarmiert und fordert, langfristige Entwicklungsziele wie die Bekämpfung extremer Armut nicht aus dem Blick zu verlieren.

savethechildrenBerlin. - Spätestens seit der Ankündigung der Bundesregierung, bundesweit Ankerzentren für die Erstaufnahme und Rückführung von geflüchteten Menschen einzurichten, ist klar: Deutschland braucht einheitliche Mindeststandards für die Unterbringung von geflüchteten Menschen. Doch solche umfassenden und verbindlichen Standards fehlen. Save the Children Deutschland hat nun einen Katalog mit Qualitätsstandards vorgelegt.

attac 150Frankfurt am Main. - Attac fordert von den Staats- und Regierungschefs beim EU-Rat am Donnerstag und Freitag eine solidarische Regelung zur Aufnahme von Geflüchteten innerhalb der EU-Staaten. Nach Ansicht des globalisierungskritischen Netzwerkes ist zudem eine Reform der EU-Wirtschafts- und Währungsunion dringend nötig.

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