Ernährung

wfp iconBerlin. - Rund 820 Millionen Menschen hatten 2018 nicht genug zu essen. Im Jahr davor waren es noch 811 Millionen. Damit ist der Hunger weltweit zum dritten Jahr in Folge gestiegen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten UN-Bericht "The State of Food Security and Nutrition in the World" hervor.

oxfamBerlin. - Der diesjährige "Globale Bericht über Nahrungsmittelkrisen" des Informationsnetzwerks Ernährungssicherung zeigt, dass 2018 mehr als 113 Millionen Menschen in 53 Ländern akut an Hunger litten und auf Hilfen zur Ernährungs- und Existenzsicherung angewiesen waren. Der Bericht wurde am Dienstag von der Europäischen Union, der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen vorgestellt. Die Entwicklungsorganisation Oxfam kritisiert, dass die Politik vor allem Kleinbauern in armen Ländern vernachlässigt.

Stuttgart. - Die Ernährungswissenschaftlerin und Epidemiologin Dr. Ina Danquah erhält die Robert Bosch Juniorprofessur "Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen" 2019. Sie wird an der Universität Heidelberg erforschen, wie Ernährungsweise und Klimaveränderungen in Subsahara-Afrika miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Auf dieser Basis wird Dr. Danquah Strategien für eine nachhaltige Ernährung entwickeln, die die unterschiedlichen Herausforderungen auf dem Land und in der Stadt berücksichtigen.

oeko institutFreiburg. - Fisch und Fischprodukte sind Bestandteile einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. In Deutschland kommen jährlich mehr als eine Million Tonnen Fisch und Fischprodukte auf deutsche Teller. Nur etwa zwei Prozent stammen dabei aus heimischer Aquakultur, weitere 18 Prozent aus der deutschen Hochseefischerei. Der große Rest des in Deutschland verzehrten Fischs wird aus verschiedenen Teilen der Erde importiert. Das Öko-Institut fordert die Verbraucher auf, Fisch aus nachhaltigen einheimischen Beständen zu verzehren.

wfp iconRom. - Am Welternährungstag (16. Oktober) hat das UN World Food Programme (WFP) eine neue Studie veröffentlicht. Sie zeigt: Nahrungsmittel in Konfliktgebieten oder politisch instabilen Ländern werden immer unerschwinglicher. Die anhaltend hohen Nahrungsmittelpreise zerstören in dutzenden weiteren Ländern die Hoffnung auf eine nahrhafte Mahlzeit für Millionen Menschen.

venro Berlin. - Anlässlich des Welternährungstages (16. Oktober) hat der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) darauf hingewiesen, dass eine wachsende Zahl von Menschen aufgrund von Flucht und erzwungener Migration hungert. Die Bundesregierung müsse ressortübergreifend die Ursachen angehen und gegensteuern. Waffenexporte müssten unterbunden, ambitionierter Klimaschutz umgesetzt und Handelsabkommen so gestaltet werden, dass bäuerliche Landwirtschaft nicht blockiert, sondern gefördert wird, erklärte VENRO.

Berlin. - Politik und Agrarindustrie versprechen, dass neue Technologien wie die Digitalisierung den Hunger besiegen können. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN legen in ihrem aktuellen "Jahrbuch zum Recht auf Nahrung" dar, wie die Digitalisierung die Auseinandersetzung um Ressourcen sogar verschärfen und eine dezentrale Nahrungsmittel-Versorgung gefährden kann.

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