kamerun inaya 275Hannover. - Eine Frau bekommt heute im weltweiten Durchschnitt 2,5 Kinder – das sind 2,2 Kinder weniger als 1970. Gleichzeitig überleben mehr Säuglinge das erste Lebensjahr: Mit 38 Säuglingen pro 1.000 Lebendgeborene sterben nicht einmal halb so viele Kinder wie 1970 (89 pro 1.000 Lebendgeborene). Das geht aus dem Datenreport 2014 hervor, den die Stiftung Weltbevölkerung am Dienstag veröffentlicht hat.

Die Publikation liefert nach Angaben der Stiftung neueste demografische, sozioökonomische und Gesundheitsdaten für alle Länder und Regionen der Welt. "Die sinkende Fertilität zeigt, dass heute mehr Frauen selbst bestimmen können, wann und wie viele Kinder sie bekommen", sagte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Auch die sinkende Säuglingssterblichkeit ist überaus erfreulich. Diese positiven Entwicklungen belegen, dass sich Investitionen in Bildung, in die Gesundheitsversorgung und in Aufklärung auszahlen."

Nach wie vor bestehen jedoch große regionale Unterschiede – etwa bei der Fruchtbarkeit. Während eine Frau in Europa heute nur noch durchschnittlich 1,6 Kinder bekommt (1970: 2,3), sind es in Asien 2,2 (1970: 5,4) und in Afrika  4,7 Kinder (1970: 6,7).

"Noch immer kann in Entwicklungsländern jede vierte Frau nicht verhüten, obwohl sie das gerne möchte", erklärte Bähr. "Jedes Jahr kommt es dadurch zu 80 Millionen ungewollten Schwangerschaften. Das Recht auf freiwillige Familienplanung muss endlich für alle Menschen umgesetzt werden –  unabhängig davon, wo sie leben."

DATEN ZUR MENSCHLICHEN ENTWICKLUNG

Neben Daten zur Fertilität und zur Säuglingssterblichkeit bietet der Datenreport weitere wichtige Indikatoren zur menschlichen Entwicklung – von der Lebenserwartung über das Bruttonationaleinkommen bis zum CO2-Ausstoß. Er steht auf der Internetseite der Stiftung Weltbevölkerung zum Download zur Verfügung.

Weitere Infos:

Quelle: www.weltbevoelkerung.de

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