wfp iconGaza. - Erstmals seit 2007 hat am Mittwoch ein humanitärer Konvoi des UN World Food Programme (WFP) den Gazastreifen über Ägypten erreicht. Die Hilfsladung reiche aus, um 150.000 Menschen für fünf Tage mit Nahrung zu unterstützen, teilte das WFP in Berlin mit.

Nach einer siebenstündigen Fahrt von Alexandria – wo die Nahrungsmittel eingekauft wurden – über die Sinai-Halbinsel kamen die WFP-Lastwagen am Grenzübergang Rafah an. Die Hilfsgüter umfassen laut WFP verzehrfertige Nahrung wie Konserven, Tee und Datteln. Es ist das erste Mal seit der Gaza-Blockade 2007, dass WFP diese Route nutzen konnte. Ein weiterer Konvoi wird Gaza in den kommenden Tagen erreichen.

WFP-Regionaldirektor Mohamad Diab erklärte, es sei extrem wichtig, dass die UN-Organisation über verschiedene Routen Zugang zum Gaza-Streifen erhalte, darunter der Grenzübergang Rafah. Nur so könne eine konstante Zufuhr von Hilfsgütern sichergestellt werden, um die wachsende Not der Betroffenen der jüngsten Gewalt zu lindern. "Wir sind der ägyptischen Regierung sehr dankbar, dass sie den Grenzübergang Rafah geöffnet hat und WFP lebensrettende Hilfsgüter in Ägypten einkaufen konnte", so Diab.

Um auf die dringende Notwendigkeit für humanitäre Hilfe in Gaza zu reagieren, hat die UNO in Palästina das Logistik-Cluster aktiviert. Unter der Leitung von WFP ist das logistische Netzwerk für die Koordination des Transports der humanitären Hilfe in den Gazastreifen verantwortlich.

Seit Beginn des Konflikts Anfang Juli hat WFP tägliche Notrationen für bis zu 350.000 Vertriebene in Gaza geliefert und mehr als 120.000 Menschen mit Nahrungsmittelgutscheinen versorgt. Das WFP überprüft gemeinsam mit den Partnerorganisationen kontinuierlich die Bedürfnisse vor Ort, um die Hilfe anzupassen.

Um die Ernährungshilfe in Palästina fortzusetzen, benötigt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen allein für die Hilfe im Gaza-Streifen rund 70 Millionen US-Dollar für einen Zeitraum von drei Monaten.

Quelle: www.wfp.org/de 

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