unoNew York. – Der UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon plant den Rahmen der diesjährigen UNO Vollversammlung (16.9.-1.10) dafür zu nutzen, um auf die Bedürfnisse der von Ebola betroffenen Länder aufmerksam zu machen und Hilfe zu organisieren. Das haben die Vereinten Nationen am Mittwoch in New York angekündigt.

Nach Angaben der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO), gibt es mittlerweile mehr als 4200 Fälle von Ebola-Infizierten. Allein in Liberia werden in den kommenden drei Wochen Tausende von Neu-Infektionen erwartet. "Mit konventionellen Ebola Kontrollmechanismen kann man in Liberia nichts mehr erreichen", erklärte die WHO in einem Update zur Lage in dem westafrikanischen Land zu Beginn der Woche. "Obwohl die Mechanismen, anderswo zu funktionieren scheinen, vor allem in Orten mit begrenzter Übertragung in Nigeria, Senegal und der Demokratischen Republik Kongo."

Nach dem neusten Update der WHO vom Dienstag, sind bis zum 6. September 4.269 Infektionsfälle und 2.288 Todesfälle in Guinea, Liberia und Sierra Leone registriert. In Nigeria gab es 21 Fälle und 8 Todesfälle. Im Senegal wurde ein Fall bestätigt. Unterdessen hat die UN-Sonderbeauftragte für Liberia, Karin Landgren am Dienstag den Sicherheitsrat über die aktuelle Situation unterrichtet und vor den politischen, sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Ebola- Krise gewarnt. Der Ebola-Ausbruch ist mittlerweile weit mehr als ein medizinischer Notfall.

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Bereits Anfang September machte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) auf die weitreichenden Folgen Ebolas auf die Nahrungsgmittelsituation aufmerksam. In Guinea, Liberia und Sierra Leone haben Quarantänezonen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Maßnahmen, die für den Kampf gegen die Virus-Ausbreitung nötig sind, auch dazu geführt, dass die Verteilung und Vermarktung von Lebensmitteln eingeschränkt wurde. Das führte zu Panikkäufen, Nahrungsmittelknappheit und Preissteigerungen. Die Situation kann soziale Unruhen zur Folge haben, die sich auch die Bekämpfung des Virus auswirken könnten.

Quelle: un.org  |  who.int

Karte - Stand des Ebola Ausbruchs 6.September 2014 © United Nations


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