wvTaormina. - In vielen Regionen und Ländern der Erde ist der Friede unter Druck. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision fordert daher von den Staatschefs der sieben reichsten Industrienationen (G7), die sich ab Freitag in Taormina (Sizilien) treffen, konkrete Beschlüsse und Aktionen zu vereinbaren, um Armut und Hoffnungslosigkeit zu bekämpfen, Kindern weltweit eine Perspektive zu geben und mehr für den Frieden zu tun.

"Jedes Kind hat ein Anrecht darauf, in einer gesunden und friedlichen Umgebung aufzuwachsen", sagte Marwin Meier, Experte für Gesundheit bei World Vision. "Das vergangene Jahr war z.B. für Kinder in Syrien eines der grausamsten." Etwa fünf Millionen Menschen halten sich laut World Vision in dem Bürgerkriegsland in Regionen auf, die für Hilfsorganisationen nur schwer zu erreichen sind. Im siebten Jahr dieses Krieges müsse die internationale Gemeinschaft mehr tun, um den Konflikt zu beenden. Neben finanzieller Hilfe gehöre dazu auch, schon heute Hilfsmaßnahmen für die Zeit nach einem Friedensschluss zu vereinbaren und einen besonderen Fokus auf die Bedürfnisse von Kindern zu richten.

Nicht nur in Syrien, auch in anderen Regionen bestimme Gewalt den Alltag von Kindern, die in Konflikt- und Krisenregionen aufwachsen. Kinder in solchen Umgebungen würden vergewaltigt, verstümmelt, getötet und als Kindersoldaten zwangsrekrutiert. Oft würden Schulen und Krankenhäuser zu Zielen der kämpfenden Parteien. "Nur Blabla kann den Kreislauf zwischen Armut, Hoffnungslosigkeit und Gewalt nicht durchbrechen", so Meier.

World Vision ist in vielen Konfliktgebieten tätig. "Wir sehen deutlich, dass Menschen, die in einer intakten Umgebung leben und für sich und ihre Kinder eine Zukunft sehen, keinen Grund mehr haben, ihre Heimat zu verlassen", betonte Meier. "Es gibt Lösungen für ein friedliches Miteinander." So arbeite die Hilfsorganisation beispielsweise in einigen Ländern mit Kinder und Jugendlichen zusammen und bilde sie als Friedensbotschafter aus. Dadurch seien sie in der Lage, mit ihren Altersgenossen, aber auch mit ihren Eltern über friedliche Wege zur Konfliktbewältigung zu reden. Im Rahmen des Projekts "Channels of Hope" kooperiert World Vision in muslimischen Ländern zu diversen Themen mit Imamen, um Gemeinden zu befähigen, sich aktiv an der Entwicklung ihrer Gesellschaft zu beteiligen.

Quelle: www.worldvision.de 


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