berBerlin. - In Kooperation mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem INKOTA-netzwerk und der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) veranstaltet der Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag (BER) am Mittwoch, 10. Januar, sein Netzwerktreffen im Berlin Global Village. Mit dabei ist der Berliner Menschenrechtler Peter Steudtner.

Nach über 100 Tagen wurde Peter Steudtner im Oktober aus türkischer Haft entlassen. Er saß im selben Gefängnis nahe Instanbul, in dem auch Deniz Yücel seit Februar 2017 einsitzt und auf seine Anklage wartet. Schätzungen des Vereins Zeitgenössischer Journalisten zufolge sitzen gegenwärtig 143 Journalisten in türkischen Gefängnissen, des Weiteren viele MenschenrechtsaktivistInnen, AnwältInnen sowie linke und kurdische PolitikerInnen. 

Peter Steudtner wird von seinen Hafterfahrungen berichten. Wie geht man als Friedensaktivist und Trainer für gewaltfreie Konflikttransformation mit der Erfahrung willkürlicher und absoluter Staatsgewalt um? Welche Spuren hinterlässt das Gefängnis, was bedeuten Gefängniserfahrungen von KollegInnen für die Arbeit von NRO? Was bedeutet globale solidarische Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen in Zeiten von "Shrinking Spaces"?

Für entwicklungs- und friedenspolitische Vereine, antirassistische oder migrantische Initiativen sind Menschenrechte eine besondere Verpflichtung; genauso wie die Solidarität mit jenen, denen sie systematisch verwehrt werden. Deniz Yücel hat im November in einem Interview darauf hingewiesen, dass es wichtig sei, die türkische Zivilgesellschaft zu stärken. Wie kann das nun konkret aussehen? Darüber soll eine Diskussion mit Stefanie Kron von der #freeDeniz-Kampagne aufklären.

Veranstaltungsort: Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin.
Zeit: 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Quelle: www.nord-sued-bruecken.de 


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