amerika 21Santiago. - Dutzende von Staudämmen zerstückeln sechs der acht wichtigsten Flüsse im andin-amazonischen Raum. Einer gemeinsamen Studie von Wissenschaftlern aus Südamerika, Europa und den USA zufolge sind 142 Staudämme bereits in Betrieb oder in Bau. 160 weitere befinden sich im Planungsstadium. Gegen diesen Trend wurden in Chile in jüngster Zeit sieben Staudammprojekte beendet, da sie sich offiziell nicht rechneten, wie das Lateinamerika-Portal amerika21.de am Dienstag berichtete.

Staudämme zur Gewinnung von Energie aus Wasserkraft zerschneiden sechs der acht wichtigsten Fluss-Netze in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador und Peru. Dies hat Auswirkungen auf die Verbindungen zwischen Wasserbecken sowie auf deren Geomorphologie. Bedroht ist die im Wasser lebende Fauna – ob Tiere, die den Ort wechseln oder solche, die in einem bestimmten Gebiet heimisch sind. Zu diesem Schluss kam eine Ende Januar in der Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlichte Studie.

Die Wissenschaftler richteten einen dringenden Appell an die südamerikanischen Staaten, stärker grenzübergreifend zu kooperieren. Sie verwiesen auf internationale Verträge, die ein Instrument dafür böten, die Probleme in den Griff zu bekommen.

Entgegen dem Staudamm-Boom gab das italienische Energie-Unternehmen Enel Ende Januar bekannt, dass es die beiden Wasserkraft-Projekte Neltume und Choshuenco in Chile aufgibt. Somit sind dort in den vergangenen anderthalb Jahren insgesamt sieben entsprechende Vorhaben beendet worden, so amerika21.de.

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Quelle: www.amerika21.de 


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