tdh Osnabrück. - Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März hat das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes auf die Ausbeutung von minderjährigen Hausangestellten aufmerksam gemacht. Weltweit arbeiten laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) etwa zehn Millionen Kinder in fremden in Hauhalten – über 70 Prozent davon sind Mädchen.

Viele von ihnen haben extrem lange Arbeitszeiten und schuften unter sklavenähnlichen Bedingungen, so terre des hommes. Sie leben oft fernab ihrer Heimat im Haus der Arbeitgeber, wo sie jederzeit greifbar und kontrollierbar sind. Zu ihren Aufgaben gehört ein breites Spektrum: Putzen, Waschen, Kochen, Bügeln, Gartenarbeit, Wasserholen, Kinderbetreuung, Altenpflege und vieles mehr. Sie tragen schwere Lasten und müssen mit scharfen Messern, heißen Gegenständen, Feuer und giftigen Chemikalien umgehen.

"Meist beginnen die Mädchen diese Arbeit, weil die ökonomische Situation ihrer Familie es erfordert", sagte terre des hommes-Sprecher Wolf-Christian Ramm. "Viele haben den Wunsch, gleichzeitig eine Schule besuchen zu können. Diese Hoffnung wird jedoch oft enttäuscht. Häufig haben sie keine oder kaum Freizeit und lernen außer ihrem Arbeitgeber niemanden kennen. Das Risiko, Opfer von Diskriminierung, sexuellem Missbrauch und Ausbeutung zu werden, ist hoch."

terre des hommes engagiert sich seit vielen Jahren für den Schutz und die Rechte von minderjährigen Hausangestellten. Zum Beispiel wird in der malischen Hauptstadt Bamako eine Anlaufstelle unterstützt, wo sie Hilfe bekommen können und sich über ihre Probleme und Rechte austauschen. Die Partnerorganisation APSEF besucht auch die Herkunftsdörfer der Mädchen und informiert dort über die Risiken der Stadt. Auch auf politischer Ebene versucht APSEF, die Rechte von Hausangestellten durchzusetzen – insbesondere durch die Ratifizierung des Übereinkommens über menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte der Internationalen Arbeitsorganisation ILO.

Quelle: www.tdh.de 


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