EWCBonn (epo). - Lokale Gemeinschaften sind der Schlüssel zu effektiver Frühwarnung. Diese Überzeugung teilten die überwiegende Mehrheit der der heute in Bonn zu Ende gegangenen Dritten Internationalen Frühwarnkonferenz (EWC III). Die Konferenz forderte eine bessere regionale Zusammenarbeit und Kommunikation, die auf die menschlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mit mehr Training, Gemeinschaftsvorsorge und einem gesteigerten Bewußtsein sei es möglich, die anfälligsten Menschen besser vor Naturgefahren zu schützen.

"Es ist ganz klar, dass Ansätze zur Frühwarnung entwickelt werden müssen, die den Menschen deutlich in den Mittelpunkt stellen. Dies muss unsere Priorität auch zukünftig sein", sagte Salvano Briceno, Direktor des Sekretariats der Vereinten Nationen für die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge (UN/ISDR) in seiner Schlussrede. "Bei der Verfolgung dieses Ziels, sollten wir nicht die fundamentale Bedeutung von erstklassiger Wissenschaft und Technologie vergessen. Wissenschaft und Technologie machen rasch Fortschritte und müssen Hand in Hand mit menschlichen Bedürfnissen gehen."

Die zwei Arbeitsgruppen, von denen eine vom Generalsekretär der Weltorganisation für Meterologie, Michel Jarraud, geleitet wurde, kamen zu dem Schluss, dass ein Ansatz, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht, die Frühwarnsysteme effizienter machen kann und für mehr Verständnis bei den Gemeinschaften sorgen kann.

Die Konferenz und ihr Vorbereitungsprozess brachten UN/ISDR zufolge zwei Hauptergebnisse: Ein "Kompendium mit Frühwarnprojekten", das aus Projektvorschlägen aus aller Welt besteht und eine "Frühwarn- Checkliste", ein Instrument für Praktiker, das die Effizienz von Frühwarnsystemen verbessert. In ihrer Schlusserklärung betonten die Teilnehmer, dass effektive Frühwarnung ein integraler Bestandteil der nationalen Entwicklungsmaßnahmen sein muss. Sie begrüßten den Bericht von UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu Frühwarnsystemen, der von Jan Egeland, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Humanitäre Angelegenheiten, bei der Eröffnungssitzung vorgestellt wurde.

Dieser Bericht enthält viele Empfehlungen, um bestehende Lücken zu schließen, nationale und lokale Einrichtungen zu stärken und er empfiehlt auch die Einrichtung eines globalen Warnsystems, das alle Gefahren und Gemeinschaften abdecken soll.

Die Teilnehmer forderten zusätzliches Geld für diesen Bereich und betonten die Effizienz der Frühwarnung. Außerdem begrüßten sie die Entwicklung des Internationalen Frühwarnprogramms (IEPW) als ein Mittel, um diesen Prozess umzusetzen. UN/ISDR hat bereits mit Partnern begonnen, nach Möglichkeiten zu suchen, wie dieses Programm und seiner Plattform zur Förderung der Frühwarnung (PPEW) in Bonn mit Leben gefüllt werden können.

 UN/ISDR
 EWC III

 


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