bmz Berlin. - Deutschland steht dem Irak beim Wiederaufbau auch künftig zur Seite und unterstützt die Wiederherstellung des Energiesektors mit einer Ausbildungsinitiative. Das war die Botschaft eines Treffens zwischen Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und dem irakischen Premierminister Adil Abdul-Mahdi in Berlin.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich im Irak besonders, um bessere Perspektiven für Binnenvertriebene und Rückkehrer aus Deutschland zu erreichen. "Ich freue mich, dass durch die Zusammenarbeit von Siemens mit dem Irak wichtige Schritte für die Energieversorgung des Landes gegangen werden", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). "Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit wird hier mit einer weitreichenden Ausbildungsinitiative unterstützen."

Nach der Befreiung von der IS-Terrorherrschaft konnten nach Angaben des Entwicklungsministeriums (BMZ) inzwischen über vier Millionen im Land vertriebene Iraker in ihre Heimatregionen zurückkehren. Aber noch immer seien über zwei Millionen Menschen im Land vertrieben, Brücken, Krankenhäuser, ganze Städte seien zerstört. Und auch aus Syrien müssten hunderttausende Flüchtlinge im Irak ausharren.

Mit deutscher Unterstützung seien bisher 300 Schulen, zahlreiche Krankenhäuser und Wohnungen aufgebaut und wichtige Infrastruktursysteme wiederhergestellt worden, darunter das Trinkwassernetz der Stadt Mossul, so das BMZ. Allein durch diese Maßnahme hätten 700.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können. 590.000 Kinder hätten von deutscher Hilfe profitiert.

"Deutschland wird dem Irak weiterhin zur Seite stehen, auch dabei, notwendige Reformen in Angriff zu nehmen", betonte Müller. "Die Regierung muss die Rahmenbedingungen weiter verbessern, Korruption bekämpfen, Rechtsstaatlichkeit stärken und die nationale Versöhnung voranbringen."

Quelle: www.bmz.de 


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