unhcr 200Berlin. - Sechs Wochen vor Beginn des ersten Globalen Flüchtlingsforums hat sich UNHCR, der Hohe Kommissar der Vereinten Nation für Flüchtlinge, zuversichtlich über die Möglichkeiten der ersten Konferenz dieser Art gezeigt. "Dieser internationale UN-Gipfel ist nicht nur die Möglichkeit, eine wichtige Debatte wieder zu versachlichen. Die Welt kann zugleich Solidarität mit denen zeigen, die die Hauptlast der Flüchtlingskrise tragen. Und das sind fast immer die direkten Nachbarländer", sagte der Repräsentant des Hohen Kommissars in Deutschland, Dominik Bartsch. "Es ist ein historischer Schritt, der zeigt, dass die Welt etwas gegen die humanitäre Katastrophe unserer Generation unternimmt."

Die Einrichtung eines Globalen Flüchtlingsforums war vor einem Jahr im Rahmen des Globalen Pakts für Flüchtlinge von den UN-Mitgliedsstaaten beschlossen worden. Ziel ist es, alle Staaten, aber auch Vertreter der Zivilgesellschaften, Wissenschaftler und Experten und nicht zuletzt die Wirtschaft an einen Tisch zu bringen. Dabei soll es um Hilfe für die weltweit 20,4 Millionen Flüchtlinge, aber auch um nachhaltige Unterstützung für die Erstaufnahmeländer gehen. Thema sind zum einen konkrete Zusagen, vor allem aber auch "Good Practice": der Austausch von Ideen, Erfahrungen und Konzepten, wie Flüchtlingen in den Erstaufnahmeländern geholfen werden kann. Und es geht ebenso um Integration - zum Nutzen der Flüchtlinge und auch der Gastländer.

Deutschland gehört zu den offiziellen Mitausrichtern des Genfer Gipfels: "Das unterstreicht nicht nur das politisches Gewicht", sagte Bartsch. "Es ist auch ein Zeichen, wie sehr die Welt auf Deutschland blickt: Als einziges Land unterstützt es nicht nur die weltweite Arbeit von UNHCR entscheidend, sondern gewährt auch mehr als einer Million Flüchtlingen Schutz." Für die globale Herausforderung könne es nur eine globale Lösung geben, sagte Bartsch. "Erfahrungen und Ideen aus Deutschland werden dabei eine entscheidende Rolle spielen."

Das erste Globale Flüchtlingsforum ist am 17. und 18. Dezember 2019 im Genfer Palais des Nations und soll künftig alle vier Jahre stattfinden. Eingeladen sind Vertreter aller 193 UN-Mitgliedsstaaten, dazu von NGOs, Verbänden und Unternehmen - und natürlich Flüchtlinge. Etwa 400 Delegationen mit 1.200 Teilnehmern sind angemeldet. Aus Deutschland wird Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Der Fokus des Globalen Flüchtlingsforums liegt auf Flüchtlingen, nicht Migranten. Das Forum ist öffentlich.

Quelle: www.unhcr.org 


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