ECPATEschborn (epo). - Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche ReiseVerband (DRV) und die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung (ECPAT) wollen mit vereinten Kräften gegen die kommerzielle und sexuelle Ausbeutung Minderjähriger vorgehen. Anfang Mai treffen sich in der Karibik erstmals Reisefachleute, Hoteliers, Vertreter lokaler Reiseagenturen, von Tourismusbehörden, Kinderschutzorganisationen und Polizei, um konkrete Schritte zum Schutz der Minderjährigen zu verabreden. Die Schulung mit Pilotcharakter soll auch in anderen Ländern durchgeführt werden.

Weltweit werden laut UNICEF-Schätzungen rund eine Million Kinder und Jugendliche Opfer von Prostitution und Pornografie. Gerade in ärmeren Ländern ist die Gefahr für Kinder groß, sexuell ausgebeutet zu werden. "Das besondere bei dem Treffen ist die Praxisorientierung", erklärte Angela Bähr, GTZ-Expertin für den Schutz von Minderjährigen in Entwicklungsländern. "Wir wollen bei allen Beteiligten den Blick für das Problem schärfen und konkrete Schritte für das Verhalten bei Verdachtsfällen vereinbaren: Was ist zu tun, wenn man Zeuge einer Verabredung zwischen Kind und Freier beobachtet? Wie macht man auch Mitreisende auf die Problematik aufmerksam?"

DRV-Präsident Klaus Laepple sagte, wichtig sei, "dass alle Seiten an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, den Verhaltenskodex der internationalen Tourismusbranche zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung in die Tat umzusetzen." Deshalb kooperierten GTZ, DRV und ECPAT auch mit staatlichen und nicht-staatlichen Einrichtungen der Partnerländer, um ein Netzwerk zu knüpfen.

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