venro 200Berlin. - Zum Welttag der humanitären Hilfe (19. August) hat der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) angemahnt, die Bekämpfung der Corona-Pandemie in Krisenregionen und Konfliktgebieten nicht aus dem Blick zu verlieren. Bislang ist der globale humanitäre Aktionsplan der Vereinten Nationen nur zu rund 20 Prozent mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet.

"Länder, die aufgrund lang andauernder Konflikte oder Naturkatastrophen bereits mit einer humanitären Krise konfrontiert sind, benötigen besondere Unterstützung zur Bekämpfung der Pandemie", erklärte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. "Die Mittel sind dringend notwendig, um die Gesundheitsversorgung und humanitäre Hilfe für besonders verletzliche Gruppen in Krisengebieten aufrechtzuerhalten."

Die Vereinten Nationen beziffern den zusätzlichen humanitären Bedarf in Folge der Corona-Pandemie bis Dezember 2020 auf elf Milliarden US-Dollar. Die Finanzierungslücke liegt aktuell bei 8,4 Milliarden US-Dollar. Deutschland trägt bisher lediglich 172 Millionen US-Dollar bei. "Die Bundesregierung muss auf EU-Ebene und weltweit für eine stärkere Unterstützung des Aktionsplans werben und selbst mit gutem Beispiel vorangehen", sagte Bornhorst. "Die Corona-Pandemie ist die größte humanitäre Krise weltweit, sie lässt sich nur durch internationale Solidarität und Zusammenarbeit überwinden."

VENRO fordert, dass insbesondere Medikamente und künftige Impfstoffe gegen COVID-19 für die Menschen in Krisengebieten zugänglich gemacht werden müssen. "Im aktuellen Wettrennen der Staaten, sich Kontingente von möglichen Impfstoffen zu sichern, dürfen am Ende nicht die Menschen zurückbleiben, die in Krisengebieten den größten Ansteckungsgefahren ausgesetzt sind", so Bornhorst.

Quelle: www.venro.org 


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