Paris. - Das weltweite Verkehrsaufkommen wird sich bis 2050 mehr als verdoppeln und die daraus resultierenden Emissionen werden im Vergleich zu 2015 um 16 Prozent zunehmen – selbst, wenn die derzeitigen Selbstverpflichtungen zur Dekarbonisierung des Verkehrs umgesetzt werden. Jede erwartbare Senkung des CO2-Ausstoßes des Verkehrssektors wird durch die steigende Nachfrage nach Mobilität mehr als kompensiert werden. Das sind die Hauptaussagen des ITF Transport Outlook 2021. Die alle zwei Jahre erscheinende Studie zur Zukunft des Verkehrs wird vom International Transport Forum, einer Schwesterorganisation der OECD, herausgegeben.

Mit entsprechenden politischen Maßnahmen könnten Verkehrsemissionen dagegen über den selben Zeitraum um nahezu 70% gesenkt werden, so die Prognose. Eine Reduzierung in dieser Größenordnung würde das Ziel des Pariser Klima-Abkommens, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, erreichbar machen. Dies erfordere aber die sofortige Einführung ehrgeiziger Maßnahmen zur Dekarbonisierung, die gezielte Verstärkung positiver Verhaltensänderungen, die während der Pandemie eintraten, sowie die die Ausrichtung der Covid-19-Konkunkturprogramme auf Dekarbonisierung, so das ITF.

Der Transport Outlook 2021 präsentiert drei verschiedene Szenarien für die künftige Entwicklung des Passagier- und Güterverkehrs unter Berücksichtigung aller Verkehrsträger. Die Szenarien enthalten detailierte Projektionen für künftige Verkehrsemissionen unter unterschiedlichen Bedingungen und ermöglichen es, die potenziellen Auswirkungen der Mobilitätsentwicklung auf den Klimawandel zu beurteilen.

Basierend auf Zahlen für 2015, ist städtische Mobilität für 40% aller CO2-Emissionen des Personenverkehrs verantwortlich. 60% der Emissionen im Personenverkehr entfallen auf Fahrten oder Flüge außerhalb von Städten. Rund 75% aller CO2-Emissionen im Stadtverkehr stammen von privaten Kraftfahrzeugen; der Gütertransport ist verantwortlich für mehr als 40% aller Verkehrsemissionen, mit leicht steigender Tendenz.

Quelle: www.itf-oecd.org 


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