bmz 100Berlin. - Fürth ist die "Hauptstadt des Fairen Handels 2021". Mit ihrem breit gefächerten Engagement für den fairen Handel und die faire Beschaffung setzte sich die Stadt aus Bayern gegen 117 weitere Kommunen und Städte durch. Auch der dritte Platz ging in die Region: an den Landkreis Fürth. Den zweiten Platz holte die Stadt Köln, die 2017 den ersten Platz belegte.

"Das Zentrum des fairen Handels liegt in Franken! Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Gewinnern, insbesondere Fürth, der neuen Hauptstadt des Fairen Handels!", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). "118 Städte, Landkreise und Gemeinden haben sich beworben, so viele wie noch nie! Sie alle gehen voran, nachhaltige öffentliche Beschaffung und fairen Handel spürbar voranzubringen. Das ist großartig! Mein besonderer Dank geht an alle Menschen in der Zivilgesellschaft, der Kommunalpolitik, den Kirchen, Schulen und Verwaltungen, die sich tagtäglich für eine gerechte Globalisierung einsetzen."

Nachhaltige Beschaffung müsse in allen Kommunen und staatlichen Betrieben Standard werden, erklärte Gerd Müller. "Das Beschaffungsvolumen von Bund, Ländern und Kommunen ist enorm: 500 Milliarden Euro pro Jahr. Das ist ein gewaltiger Hebel, den wir nutzen müssen für nachhaltige Lieferketten. Der Bund erfüllt hier seine selbst gesetzten Ziele nicht. Das muss sich ändern. Deswegen müssen Bund, Länder und Kommunen jetzt Ernst machen und bis 2030 eine 100% nachhaltige Beschaffungsquote erreichen. Ein jährlicher Fortschrittbericht und ein Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Bund, Länder und Kommunen sollte die Umsetzung begleiten."

Die Preisverleihung fand bei der bisherigen Titelträgerin, der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz, statt. Die Veranstaltung wurde flankiert vom Fair Trade-Gipfel der Metropolregion Nürnberg, der am gleichen Tag stattfand und am Freitag in das Netzwerktreffen der (fairen) Regionen mündet. Bei dem Gipfel wird der "Pakt zur nachhaltigen Beschaffung der Metropolregion Nürnberg" bekräftigt, unter anderem indem er von weiteren Kommunen unterzeichnet wird.

"Die Bewerbungen überzeugten 2021 nicht nur durch Masse, sondern auch durch Inhalte: Trotz der Corona-Pandemie fanden Kommunen und Zivilgesellschaft Mittel und Wege, um auf fairen Handel hinzuweisen und faire Beschaffung zu fördern. Damit zeigten sie Solidarität mit den vielen Produzentinnen und Produzenten im Globalen Süden", sagte Richard Klasen von Engagement Global. "Ebenfalls erfreulich ist, dass erstmals Kommunen aus allen 16 Bundesländern teilgenommen haben. Die erstmalige Zulassung von Landkreisen war die richtige Entscheidung: Vorzeige-Landkreise wie Fürth beweisen, dass auch immer mehr Landkreise für faire Handelsbeziehungen einstehen."

Quelle: www.bmz.de 


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