?rzte der WeltToronto/München (epo.de). -  Anlässlich der Welt-Aids-Konferenz in Toronto hat die Hilfsorganisation Ärzte der Welt einen dezentralen Zugang zu präventiven Maßnahmen und zu einer bezahlbaren Behandlung von Aids insbesondere für die am meisten ausgegrenzten und gefährdeten Bevölkerungsgruppen gefordert. Ein integrativer Ansatz zur Bekämpfung der Krankheit müsse die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Folgen, die mit Aids einhergehen, sowie die Ausgrenzung und die Verwundbarkeit der Betroffenen beachten, forderte die Organisation.

"Verwirklicht werden kann eine integrierte Lösung über lokale Partnerorganisationen und durch verbesserte ländliche Gesundheitsstrukturen sowie durch Fortbildung der MitarbeiterInnen im medizinischen Bereich", heißt es in einer Mitteilung von Ärzte der Welt. Die Organisation arbeite nach diesem Ansatz zur Aids-Bekämpfung, beispielsweise in den ländlichen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo, an den Knotenpunkten für MigrantInnen in Kenia und Mozambique, in den Shantytowns in Haiti oder bei den ethnischen Minderheiten in West Papua.

Zwischen 2001 und 2005 habe zwar die Anzahl der Menschen, die eine  antiretrovirale Behandlung erhalten, in den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verfünffacht werden können, so Ärzte der Welt. Dennoch bleibe die Behandlung lediglich einem Fünftel der Betroffenen zugänglich. Auch 20 Jahre nach dem Ausbruch der Epidemie und trotz einer Vielzahl von AkteurInnenen, die in die Aids-Bekämpfung involviert sind, bleibe eine effektive Antwort auf diese komplexe Problematik aus.

Ärzte der Welt setzte nach eigenen Angaben im Jahr 2005 49 Aids-Programme in 30 Ländern um, davon 29 in Afrika.

Ärzte der Welt


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