AGEH

Köln (epo.de). - Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) hat im vergangenen Jahr insgesamt 358 Fachkräfte im Auftrag von Hilfsorganisationen wie Misereor, Caritas international oder der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe in Projekte der Entwicklungszusammenarbeit oder der Humanitären Hilfe ins Ausland vermittelt. Davon arbeiteten 218 Personen im Rahmen des Entwicklungshelfer-Gesetzes (EhfG), wie aus dem AGEH-Jahresbericht 2005 hervorgeht.

 

40 Fachkräfte engagierten sich laut AGEH mit Kurzzeitverträgen im Rahmen der Tsunami-Hilfe und 26 Männer und Frauen waren im Personalprogramm "Ziviler Friedensdienst" tätig, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird.
 
Etwa die Hälfte aller nach dem Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG) vermittelten Personen arbeitete der AGEH zufolge in Afrika. Schwerpunktbereiche waren Gesundheit (hier waren 52 der nach EhfG vermittelten Fachkräfte tätig), Friedens- und Menschenrechtsarbeit (38) und Soziales (30).
 
Im vergangenen Jahr habe sich die AGEH verstärkt mit der Qualität von Entwicklungsprozessen befasst, die durch das gemeinsame Handeln von Personen entsteht, teilte die AGEH in Köln mit. Entwicklungshelfer könnten hier wesentliche Beiträge leisten, weil ihre Stärke in der unmittelbaren Arbeit mit Menschen liege. Sie ermöglichten damit Prozesse, die über funktionale Institutionen- und Strukturförderung hinausgehen.

"Das Potenzial von Personeller Entwicklungszusammenarbeit liegt darin, den Aufbau von Sozialkapital zu unterstützen und zu fördern, denn soziale Beziehungen und Netzwerke haben einen realen Wert", betonte die AGEH. Armen Bevölkerungsschichten mangele es jedoch gerade daran. Dabei seien viele Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit, wie z.B. Kreditprogramme, kommunale Wasserversorgung oder Lobbyarbeit ohne sie nicht denkbar. Die Realität in den armen Ländern stehe hier im krassen Gegensatz zur Bedeutung von Vernetzung in allen Lebensbereichen einer globalisierten Welt.

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