DSWHannover (epo.de). - Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat von der Bundesregierung mehr Investitionen in integrierte Aids-Programme in Afrika gefordert. "Die Menschen in Afrika brauchen eine bessere HIV-Prävention und mehr Möglichkeiten, ihre Kinderzahl selbst zu bestimmen", erklärte Renate Bähr von der DSW. "Die DSW fordert die Bundesregierung daher auf, stärker in Programme zu investieren, die Familienplanung und HIV-Prävention kombinieren."

Afrika südlich der Sahara ist weltweit am schlimmsten von Aids betroffen. 24,7 Millionen Afrikaner sind mit HIV infiziert. 65 Prozent der jährlich 4,3 Millionen HIV-Neuinfektionen entfallen auf die Region. "Im südlichen Afrika ist jeder fünfte Erwachsene mit dem HI-Virus infiziert. Das wirkt sich schwerwiegend auf die soziale und wirtschaftliche Situation aus.", sagte Renate Bähr, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember.

Aids tötet die Menschen in ihrer produktiven Lebensphase. Alte und Kinder bleiben zurück. "Zum Beispiel sind in Botswana bereits mehr als ein Zehntel und in Simbabwe sogar mehr als ein Fünftel aller Arbeitskräfte an Aids gestorben," so Renate Bähr. Experten schätzen, dass Aids bis zum Jahr 2020 in den am schwersten betroffenen Ländern zu einem wirtschaftlichen Verlust von 270 Milliarden US-Dollar führen wird.

Neben den gravierenden sozio-ökonomischen Auswirkungen der HIV-Pandemie haben die Länder in Afrika südlich der Sahara zusätzlich mit einem sehr hohen Bevölkerungswachstum zu kämpfen. Dabei könnten viele Länder schon heute die Bevölkerung nicht ausreichend versorgen, so die DSW. Die Organisation fordert daher integrierte Programme, die Familienplanung und HIV-Prävention kombinieren.

DSW


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