sodiBerlin (epo.de). - Der Weltwassertag am 22. März erinnert daran, dass noch immer 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. 2008 steht der Tag des Wassers im Zeichen des von der UN deklarierten "Jahres der sanitären Grundversorgung". Die Weltorganisation macht damit darauf aufmerksam, dass mehr als 2,5 Milliarden Menschen weltweit ohne akzeptable sanitäre Versorgung sind. Täglich sterben 6.000 Menschen, die meisten davon sind Kinder, an Krankheiten, die durch schlechte Wasserqualität und das Fehlen angemessener sanitärer Einrichtungen bedingt sind.

Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) fordert daher, das Recht auf sauberes Wasser und eine sanitäre Grundversorgung weltweit zu verwirklichen. SODI realisiert seit Jahren Selbsthilfeprojekte in Ländern Asiens und Afrikas, darunter Namibia und Kambodscha, die die Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen verbessern sollen. In Namibia werden - mit Förderung der Europäischen Union - bis zum Jahr 2011 600 Trockentoiletten gebaut. In Kambodscha sind mit Hilfe von SODI seit 1996 bereits über 600 Brunnen entstanden.

Ein Ende Februar 2008 abgeschlossenes Programm im Südosten Kambodschas verband den Bau von Brunnen für arme Bauernfamilien mit Hygienekursen und der Installation von kostengünstigen Toiletten. In Zusammenarbeit mit der Organisation "Kambodschanische Frauen für Frieden und Entwicklung" (CWPD) und dank des tatkräftigen Zupackens der Dorfbewohner entstanden in der Provinz Svay Rieng in vier Jahren 216 Brunnen und 114 Toiletten. Die Brunnen verhalfen 1.400 Familien zu sauberem Wasser.

Die Hygienekurse haben die Menschen ermutigt, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die sanitären Bedingungen aus eigener Kraft zu verbessern - Schritt für Schritt. "Sauberes Wasser und akzeptable sanitäre Bedingungen sind wichtig, wenn wir die Armut aus unseren Dörfern vertreiben wollen", sagte Chhouk Chhim von der CWPD. "Die Erfahrungen in Svay Rieng haben gezeigt, dass Frauen Flügel wachsen, wenn sie nicht die Bürde des Wasserschleppens zu tragen haben und ihre Kinder gesund heranwachsen sehen."

Derart beflügelt haben SODI und seine kambodschanischen Partnerinnen ein ähnliches Projekt mit Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Provinz Kampot begonnen. Es sieht ebenfalls den Bau von 100 Brunnen und Hygienekurse, verbunden mit dem Bau von Toiletten, für fast 800 Familien vor. Die ersten Kurse wurden bereits durchgeführt.

Das Interesse daran ist SODI zufolge auch in Kampot riesengroß. Pünktlich zum Weltwassertag sollen die ersten zehn Brunnen fertig sein. Die Brunnenbesitzer - auch dies eine bewährte Praxis - werden sich verpflichten, den Nachbarfamilien jederzeit und kostenlos Zugang zu dem kostbaren Nass zu gewähren. Gemeinsam haben sie beim Bau der Brunnen Hand angelegt, und gemeinsam werden sie die Anlagen auch warten.

SODI und CWPD setzen im Einverständnis mit den Bauernfamilien in Kambodscha ihre Aktion "Brunnenpaten" fort. Spender können, wenn sie dies wünschen, mit einer Spende ab 150 Euro einem Brunnen ihren Namen geben. SODI übermittelt den Brunnenpaten Fotos und Briefe der Familien, denen sie geholfen haben. Spenden können unter dem Kennwort "Brunnen Kambodscha" auf das SODI-Spendenkonto: 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, getätigt werden.

www.sodi.de


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