Flagge PakistanTokio/Berlin (epo.de). - Pakistan erhält in den nächsten zwei Jahren mehr als fünf Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung des Terrors und für den wirtschaftlichen Aufbau des Landes. Darauf haben sich am Freitag auf der Geberkonferenz in Tokio die Vertreter von rund 30 Nationen und internationaler Organisationen geeinigt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) steuert über denselben Zeitraum verbilligte Kredite in Höhe von 7,6 Mrd. Dollar bei. Auch die Weiterführung bereits bestehender Hilfsprogramme in Höhe von 15 Mrd. Dollar wurde bekräftigt.

Die Regierungen der USA und Japans hatten zur Eröffnung der Geberkonferenz für Pakistan am Freitag in Tokio jeweils eine Milliarde US-Dollar zur Bekämpfung islamistischer Gewalt und zum Aufbau des Landes versprochen. An der Konferenz nahmen rund 30 Delegationen teil, darunter auch die Volksrepublik China und Saudi-Arabien sowie internationale Organisationen.

Die Hilfsgelder der USA sollten auf einen Zeitraum von zwei Jahren verteilt werden, kündigte der US-Sondergesandte für Pakistan und Afghanistan, Richard Holbrooke, in Tokio an. Die Weltbank hoffte auf insgesamt sechs Milliarden US-Dollar neuer Hilfen für das asiatische Land. Gastgeber Japan hatte mit vier Milliarden gerechnet.

Das US-Außenministerium erklärte, die Hilfsgelder seien für den Bau von Schulen, Straßen und Krankenhäusern, die Verbesserung der Energieversorgung und zur Unterstützung von Bauern vorgesehen.

Bereits am Donnerstag hatte die japanische Regierung eine Milliarde Dollar zugesagt, ebenfalls für eine Periode von zwei Jahren. Japans Premierminister Taro Aso erklärte, die Welt leide nach wie vor unter terroristischen Anschlägen, ob in Islamabad, Lahore, Mumbai (Bombay) oder Kabul. Es komme jetzt darauf an, diesen Terrorismus auszurotten. Ohne Stabilität in Pakistan gebe es auch keine Stabilität in Afghanistan. In Pakistan leben rund 40 Prozent der Bevölkerung von umgerechnet weniger als einem US-Dollar pro Tag.

Pakistans Präsident Asif Ali Zardari, der Witwer der im Dezember 2007 bei einem Anschlag getöteten früheren Präsidentin Benazir Bhutto, versprach eine Intensivierung der Terrorbekämpfung. Das Verständnis dafür, welche Gefahr der Terrorismus für Pakistan darstelle, sei noch nicht in die Welt hinausgedrungen. “Der Terrorismus endet nicht an meiner Grenze, sagte Zardari. “Wenn wir verlieren, verlieren Sie auch. Wenn wir Verlierer sind, ist die Welt es auch.”


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