Davi Kopenawa. Foto: SI/Watson London (epo.de). - Ein Schamane des indigenen Volkes der Yanomami aus dem brasilianischen Amazonasgebiet hat die Gewalt in Peru verurteilt. "Die Nachrichten über meine peruanischen Brüder und Schwestern sind sehr schlimm", sagte Davi Kopenawa, der auch "Dalai Lama des Regenwaldes" genannt wird, bei einem Europabesuch am Dienstag in London. "Was die Regierung von Peru ihnen antut, ist ein Verbrechen."

Die indigenen Gruppen in Peru kämpften um ihre Rechte und darum, auf ihrem eigenen Land weiterzuleben, sagte Davi Kopenawa zu der gewaltsamen Niederschlagung der Indianerprotese durch Regierungssoldaten, die die Erschließung der Rohstoffe und die Erdölförderung durchsetzen sollen (epo.de berichtete). "Sie leben dort seit vielen, vielen Jahren. Sie sind dort geboren, wuchsen dort auf und kümmerten sich um die Erde und bauten ihre Nahrung an. Ich bringe diese Botschaft, um zu helfen. Ich bin weit weg, aber als ein Schamane wissen meine Seele und meine Geister, was mit meinen peruanischen Brüdern und Schwestern passiert."

Davi trug seine Botschaft bereits nach Spanien, wo ihm die Regierung den Bartolomé de las Casas Preis verlieh. Seine Reise führt ihn weiter nach Norwegen, wo er sich mit anderen Repräsentanten indigener Völker auf einer Konferenz zum Klimawandel treffen wird.

Davi Kopenawa hatte durch eine Kampagne zur Errichtung des 1992 gegründeten Yanomami Parks die Auslöschung seines Volkes, die Yanomami, verhindern können. In nur sieben Jahren starb ein Fünftel der Yanomami, nachdem in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren illegale Goldgräber in ihr Land eindrungen waren.

Seit 1992 erholt sich ihre Zahl wieder. Allerdings seien die Goldgräber in den letzten Jahren wieder zurückgekehrt und stellten eine erneute Bedrohung für ihr Leben und ihre Sicherheit dar, berichtete Survival International.

Foto: Davi Kopenawa © /Survival International/Fiona Watson

www.survival-international.de

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