global_wakeup_150Berlin (epo.de). - Hunderttausende Menschen auf allen fünf Kontinenten, darunter tausende in deutschen Städten und Gemeinden, haben am Montag in rund 2000 Aktionen die Politik dazu aufgerufen, “endlich aufzuwachen und mit vollem Einsatz gegen den Klimawandel vorzugehen”. Der Weckruf, bei dem sich Menschen auf öffentlichen Plätzen versammelten, Mobiltelefone und Wecker klingeln ließen oder einen Anruf bei ihren Politikern machten, soll die internationalen Klimaverhandlungen zurück auf die Spur bringen, um eine gerechtes, ehrgeiziges und bindendes Klimaabkommen zu sichern.

“Die Idee eines weltweiten Klima-Weckrufs ist erst vor wenigen Wochen entstanden und ist in Windeseile zu einer massive Bewegung von Millionen gewachsen, die von ihren Staatschefs mehr Einsatz gegen den Klimawandel fordern”, sagte AVAAZ.org-Sprecher Julius van de Laar. “Dies zeigt die große Sorge der Menschen, dass die Klimaverhandlungen nicht schnell und weit genug gehen, um die Klimakatastrophe zu stoppen und eine neue grüne Wirtschaft zu realisieren.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutsche Bundesregierung hätten in den vergangenen Tagen Schritte in die richtige Richtung gemacht. Dennoch müsse die Bundesregierung wesentlich mehr Engagement zeigen um sicherzustellen, dass im Dezember ein gerechtes, anspruchvolles und verbindliches Abkommen erreicht wird, so die Aktivisten.

Jetzt hänge viel vom G-20-Gipfel am 24. und 25. September in Pittsburgh ab, so das Bündnis. “Wir erwarten von Angela Merkel, dass Sie zusammen mit den anderen Staats- und Regierungschefs in Pittsburgh entscheidende Signale für das Klimaabkommen von Kopenhagen aussendet”, sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch und Vertreter der Klima-Allianz. “Wir brauchen in Pittsburgh erstens ein gemeinsames Bekenntnis für ein umfassendes und ambitioniertes Kopenhagen-Abkommen. Zweitens eine Erklärung der Industrieländer, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern im notwendigen Maße finanziell zu unterstützen. Notwendig ist drittens ein Zeitplan, um weltweit aus den milliardenschweren Subventionen für fossile Energieträger sozial verträglich auszusteigen.”

“Die Kanzlerin”, so Julius van de Laar, “muss jetzt in Pittsburgh mit dem britischen Premier Gordon Brown gleichziehen und auch ihre Teilnahme an der Klimakonferenz von Kopenhagen ankündigen.”

Tibetische Mönche. Foto: Avaaz.org

Die weltweiten Aktionen des Globalen Klima-Weckrufs am 21.9. wurden von der Kampagne tcktcktck.org, einer internationalen Koalition von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Kirchen und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen, unterstützt. In Deutschland halfen nach Angaben der Veranstalter Avaaz.org und die Kampagne “KlimakanzlerIn gesucht” bei der Durchführung.


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