warning_claudia_78Berlin (epo.de). - Der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) hat anlässlich der Koalitionsverhandlungen ein "klares Signal für eine wirkungsvolle Entwicklungszusammenarbeit" gefordert. Der Verband formulierte zehn Vorschläge für eine bessere Entwicklungszusammenarbeit, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), FDP-Chef Guido Westerwelle und dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer zugestellt wurden.

"Die Überwindung von Armut und Hunger muss auch weiterhin ganz oben auf der politischen Agenda stehen", erklärte die VENRO-Vorstandsvorsitzende Claudia Warning (Foto). "Dies erfordert nicht nur den Erhalt des Entwicklungsministeriums, sondern auch Reformen der Finanzstruktur und mehr Einsatz für die Millenniumsentwicklungsziele (MDG). Wir wünschen uns deshalb, dass die Vorschläge der mehr als hundert entwicklungspolitischen Organisationen in Deutschland in den Koalitionsverhandlungen und in der gesamten Legislaturperiode Berücksichtigung finden."

Zentrale Punkte der VENRO-Vorschläge für eine bessere Entwicklungspolitik sind die Bekämpfung von Hunger und Armut, der Erhalt des Entwicklungsministeriums, eine verbesserte Kooperation von deutschen EZ-Organisationen und multilateralen Gebern, die Einhaltung des EU-Stufenplans zur Erhöhung der Entwicklungshilfe, die Erarbeitung eines MDG-Aktionsplanes, die Förderung der ländlichen Entwicklung, vor allem Bildung und Gesundheit, die Unterstützung der armen Länder beim Klimawandel, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die Abschaffung aller EU-Agrarexportsubventionen und die Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen im Norden und im Süden.

"Eine Milliarde Menschen weltweit hungern und in Folge der Wirtschaft-und Finanzkrise drohen 89 Millionen Menschen zusätzlich in die absolute Armut zu fallen. Das künftige Regierungsbündnis muss hier Verantwortung übernehmen", sagte Warning.

Zehn VENRO-Vorschläge für eine bessere Entwicklungspolitik (PDF, 70 kb)
www.venro.org

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