tropenwald_brasilien_kb_150Frankfurt. - Weltweit werden in jedem Jahr rund 13 Millionen Hektar Wald abgeholzt - pro Minute eine Fläche von rund 35 Fußballfeldern. Daran hat die Umweltstiftung WWF (World Wide Fund for Nature) anlässlich des Internationalen Tages des Waldes am 21. März erinnert. Seit 1960 wurden Tropenwälder in der Größe von halb Europa vernichtet, rund 645 Millionen Hektar. Die Zerstörung der Wälder bedroht rund 80 Prozent der gefährdeten Säugetier- und Vogelarten.

Doch auch die Existenz von 60 Millionen Menschen hängt nach Angaben der Vereinten Nationen direkt von Wäldern ab. Wälder sind von unschätzbarem Wert: Sie speichern Wasser, liefern Sauerstoff und regulieren das Klima. Das im Jahr 2005 weltweit industriell eingeschlagene Holz hatte einen Wert von annähernd 77 Milliarden Euro. Der Wert weiterer Waldprodukte wird für das Jahr 2005 auf etwa 14 Milliarden Euro geschätzt. Der tatsächliche Wert, so der WWF, dürfte weitaus höher liegen, weil sie kaum statistisch erfasst werden.

3,9 Milliarden Hektar Wald gibt es heute noch auf der Erde. Immerhin zwei Drittel der 1,3 Millionen bekannten Tier- und Pflanzenarten leben im Wald. Insgesamt werden sogar 9,5 Millionen Spezies in Wäldern vermutet, die bislang noch unentdeckt zwischen Wurzel und Wipfel leben.

Das waldreichste Land der Erde ist Russland, mit rund einem Viertel aller Wälder. Das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde ist laut WWF eine boreale Waldfläche in Sibirien mit einer Größe von über 800 Millionen Hektar. Das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde befindet sich im Amazonas-Becken Südamerikas.

Der älteste Baum der Welt ist nach WWF-Angaben eine 9.550 Jahre alte Fichte im schwedischen Dalurna. Der höchste Baum der Erde, ein 115,5 Meter hoher Mammutbaum (Sequoia sempervirens), steht im kalifornischen Redwood Nationalpark. Die Mexikanische Sumpfzypresse (Taxodium mucronatum) in Santa María del Tule im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca trägt den Titel des dicksten Baumes der Welt mit beeindruckenden 14.05 Metern Durchmesser.

Als voluminösester Baum der Welt gilt laut WWF der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) im Sequoia-Nationalpark in Kalifornien mit 1.489m³. Sein Gewicht wird auf 1.385 Tonnen geschätzt, sein Alter auf 2.500 Jahre. Gleich zweimal vergeben ist die Kategorie des winterhärtesten Baumes der Welt: Die Dahurische Lärche (Larix gmelinii) und die Ostasiatische Zwergkiefer (Pinus pumila) widerstehen beide Temperaturen bis zu −70°C.

www.wwf.de

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