action_medeorTönisvorst. - Das Hilfswerk action medeor hat eine zweite große Hilfssendung mit Medikamenten in die libysche Hafenstadt Misurata bringen können. Die Stadt werde seit 40 Tagen von Truppen des Gaddafi-Regimes isoliert. Nur auf dem Seeweg sei die Hilfslieferung möglich gewesen, teilte action medeor am Donnerstag in Tönisvorst mit.

"Wir sind so froh, dass eine weitere Medikamentenlieferung von medeor hier im Krankenhaus angekommen ist", sagte ein libyscher Arzt, dessen Name medeor bekannt ist, der aber aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden wollte. Es gebe fast keine Medikamente mehr. Die Ärzte müssten ohne Narkosemittel operieren und auch amputieren.

Nach Angaben von action medeor wurden bisher in dem Krankenhaus in Misurata 1.700 Opfer des Bürgerkrieges medizinisch versorgt, vor allem Zivilisten und Kinder. "Wir hoffen, dass medeor uns weiter unterstützt und wir noch hunderte Menschenleben retten können", so der Arzt. Hundert Patienten müssten aufgrund der Schwere ihrer Behandlung in anderen Krankenhäusern weiterbehandelt werden.

Action medeor kümmert sich unterdessen um weitere Hilfssendungen. Sie sollen Anfang nächster Woche auf den Weg gebracht werden. Medeor hilft Verletzten und Kranken unabhängig von politischer Zugehörigkeit, Nationalität, Religion, Rasse und Geschlecht.

www.medeor.org

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