caritasFreiburg. - Caritas international drängt darauf, die Anstrengungen zur Bekämpfung der extremen Armut weiter zu verstärken. Aus Anlass des UN-Welttages zur Überwindung der Armut am 17. Oktober erinnert das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes daran, dass global weit mehr als eine Milliarde Menschen unter der absoluten Armutsgrenze leben.

"Wir dürfen uns nicht ausruhen auf den ersten Erfolgen der Armutsbekämpfung", mahnte der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher. "Zwar ist die Zahl der Armen in den vergangenen dreißig Jahren weltweit gesunken, doch gerade in den ärmsten Regionen der Welt, in Südasien und in weiten Teilen Afrikas, ist die Entwicklung gegenläufig. Dort hungern hunderttausende Menschen. Die Schere zwischen Arm und Reich droht sich weltweit weiter zu öffnen."

Hintergrund dieser Sorge ist eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie der Weltbank, wonach die Zahl der in absoluter Armut lebenden Menschen in den vergangenen 30 Jahren von 1,94 Mrd. auf 1,29 Mrd. Menschen gesunken ist. Diese Entwicklung ist vor allem auf das anhaltende Wachstum in China, Indien oder auch Brasilien zurückzuführen. "Das ist sehr erfreulich. Doch schon innerhalb dieser Wachstumsstaaten ist der gesellschaftliche Reichtum sehr ungleich verteilt", betonte Neher, "zwischen den reichsten und den ärmsten Regionen der Welt ist sie skandalös. Jeder Mensch, der mit weniger als 1,25 Dollar am Tag leben muss, ist einer zu viel."

Caritas international verstärkt daher die Bemühungen in der Armutsbekämpfung, beispielsweise in Projekten im westafrikanischen Sahel, in Ostafrika, in Haiti und Mittelamerika und in Südostasien. Das Hilfswerk ruft zur Unterstützung dieser Arbeit zu Spenden auf.

1992 hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut erklärt. Unter der absoluten Armutsgrenze leben laut international gültiger Definition Menschen, die rechnerisch weniger als 1,25 Dollar pro Tag und Kopf zur Verfügung haben.

www.caritas-international.de

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