kinderBerlin. - Germanwatch hat am Donnerstag das Generationen-Manifest unterzeichnet. Die Entwicklungs- und Umweltorganisation setzt damit kurz vor der Bundestagswahl ein Zeichen für generationengerechtes Handeln. Probleme wie Klimawandel, Schuldenberge oder die Spaltung der Gesellschaft in Reich und Arm dürften von der Politik nicht länger verschleppt werden.

Das von bisher knapp 50.000 Menschen unterzeichnete Manifest fordert von der Politik den nötigen Mut, die zentralen und weiter wachsenden Probleme des Landes endlich anzupacken. Konkret genannt werden unter anderem der Klimawandel, die Schuldenberge, die Spaltung in Arm und Reich sowie weitere Entwicklungen, unter deren Folgen vor allem die jungen und künftigen Generationen leiden werden.

Neben vielen Experten haben auch zahlreiche Prominente wie der Schauspieler Benno Fürmann, die ehemalige Kandidatin für das Bundespräsidentenamt Prof. Gesine Schwan, der Klimaforscher Prof. Mojib Latif und der Musiker Marius Müller-Westernhagen das Generationen-Manifest unterzeichnet. "Es ist Wahlkampf - und die Themen, die über unsere Zukunft entscheiden, kommen kaum vor. Wie sieht eine Perspektive für das Heer der Arbeitslosen in der EU aus? Wird die deutsche Regierung weiter ihre neue Rolle als Bremser im Klimaschutz spielen? Wie will die neue Regierung eine Strategie gegen die Kluft zwischen Arm und Reich angehen - national und global?" kommentiert der Politische Geschäftsführer von Germanwatch, Christoph Bals.

Bereits vor einigen Monaten hatte Germanwatch ein vierseitiges Positionspapier zur bevorstehenden Bundestagswahl an Ministerien, Bundestag, Parteivorstände und politische Stiftungen verschickt. Im Mittelpunkt steht die Schlussfolgerung, dass den Klima-, Ernährungs-, Energie-, Wirtschafts- und Finanzkrisen mit einer grundlegenden Transformation – allen voran des Energie- Verkehrs- und Landwirtschaftssystems - begegnet werden müsse.

Germanwatch erwartet von der neuen Bundesregierung nach der Wahl, dass sie eine solche Transformation nicht nur hierzulande, sondern auch international vorantreibt. Dafür gelte es unter anderem, die Energiewende hin zu einer sicheren und bezahlbaren Versorgung auf Basis von mehr Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien zügig umzusetzen. Zudem müsse Deutschland die Verursacher der Finanz- und Klimakrise nach dem Verursacherprinzip zu Kasse bitten, um international handlungsfähig zu sein für Armutsbekämpfung, die Durchsetzung der Menschenrechte und die Berücksichtigung der Grenzen des Planeten.

Handlungsfähigkeit solle die neue Bundesregierung auch beim Schutz der Menschenrechte gegenüber Unternehmen zeigen. Germanwatch fordert dafür unter anderem rechtlich verbindliche Offenlegungspflichten, nach denen Unternehmen Informationen - etwa zu Menschen- und Arbeitsrechten, Korruption oder zu relevanten Umwelt- und Klimarisiken - nach einheitlich hohen Standards veröffentlichen müssen.

Germanwatch-Positionspapier: germanwatch.org/de/6335
Generationen-Manifest: generationenmanifest.de
www.germanwatch.org

 


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