hauptstadt fairer handel 80Bremen. - Die Hansestadt Rostock darf sich ab sofort "Hauptstadt des Fairen Handels 2013" nennen und das dazugehörige Signet für ihr Stadtmarketing verwenden. Rostock ist die erste Stadt aus den neuen Bundesländern, die den Wettbewerb gewinnt und für ihr Engagement im Bereich des Fairen Handels nun auch sichtbar ausgezeichnet ist.

Für den Schirmherrn des Wettbewerbs, Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), überreichte seine Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp in Bremen die Preise. Erstmalig erhält Rostock als Siegerin auch einen neu geschaffenen Wanderpokal.

"Bemerkenswert fand ich die Kreativität, die innovativen Ideen und das konstant hohe Niveau der Projekte bei Bewerbern und Preisträgern", sagte Kopp. "Beharrlichkeit, Leidenschaft und immer neue Einfälle haben den Fairen Handel in die Mitte der Gesellschaft gebracht – von den Amtsstuben auf die Marktplätze, von den Köpfen in die Herzen der Bürger. Der Faire Handel lebt vom Mitmachen – jeder Beitrag zählt. Auch wenn wir nur eine Kommune zur Hauptstadt des Fairen Handels küren können: Mit diesem Wettbewerb wollen wir den Einsatz aller Bürgerinnen und Bürger auszeichnen, die sich in diesem Bereich stark machen. Denn hier zeigt sich, dass Städte und Gemeinden einen unverzichtbaren Beitrag zur Entwicklungspolitik leisten – und darüber freue ich mich auch ganz persönlich."

Die Sieger und ihr Preisgeld

1. Platz: Hansestadt Rostock (30.000 Euro)
2. Platz: Stadt Neumarkt i.d. Oberpfalz (22.500 Euro) und Stadt Saarbrücken (22.500 Euro)
4. Platz: Gemeinde Aidlingen (15.000 Euro)
5. Platz: Stadt Nürnberg (10.000 Euro)

Weitere Sonderpreise - mit je 1.000 Euro dotiert -  gehen für gelungene Einzelprojekte an  Aschaffenburg, Chemnitz, Castrop-Rauxel, Hamburg und München.

2013 bewarben sich nach Angaben des Entwicklungsministeriums 70 Kommunen mit 843 Projekten, so viele wie noch nie. Die Jury hatte intensiv und auf Basis der Kriterien, die bereits 2003 erarbeitet worden waren, um die Platzierungen gerungen.

"Letztlich waren alle Beiträge ein Zeichen für die vielen kooperativen und kreativen Ideen in den Städten und Gemeinden Deutschlands zur Stärkung des Fairen Handelns. In diesem Jahr wogen alle Bewerbungen schwer und auf einer Waage 69 kg", so Michael Marwede von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt der Engagement Global gGmbH, die den Wettbewerb im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt.

Die Hansestadt Rostock hatte sich erstmals bei diesem Wettbewerb beworben. Rostock arbeitet in Anbetracht des Stadthaushaltes in einem schwierigen Umfeld, ist laut BMZ jedoch sehr kreativ in der Öffentlichkeitsarbeit. Als Tourismusmetropole mit jährlich mehr als 1,5 Millionen Gästen erreicht die Hansestadt mit ihren Aktionen auch eine überregionale Öffentlichkeit.

Die Stadtverwaltung unterstützte die Bewerbung sehr, beispielsweise durch die Finanzierung von Projekten, durch entsprechende Beschlüsse im Bereich Faire Beschaffung oder indem sie das Rathaus Nichtregierungsorganisationen für Veranstaltungen öffnete. Zahlreiche Projekte sind beispielhaft: Das Thema Fairer Handel wurde in die Schulausbildung, die Ausbildung für die Hotelfachschulen und Universitätsveranstaltungen integriert.

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Kommentare   

0 #1 Hans Mauser 2014-12-12 15:25
Es ist gut zu wissen, dass es doch noch einige gibt, die sich für solche Projekte einsetzten. Meiner Meinung nach sollte Fairtrade mindestens genauso wichtig sein wie der Preis. Stupide nur auf den Preis zu achten ist leider fatal.
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