Afrika

DarfurStuttgart (epo). - Die Diakonie Katastrophenhilfe hat anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni zur Unterstützung der Vertriebenen in der westsudanesischen Krisenregion Darfur aufgerufen. "Das Friedensabkommen, das vor kurzem mit heißer Nadel gestrickt worden ist, hat die humanitäre Lage bislang nicht verbessert. Die Gewalt eskaliert, noch immer werden Menschen vertrieben", erklärte die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel. "In den vergangenen vier Wochen mussten allein in der Region Buram in Süd-Darfur 4.000 Familien aus ihren Dörfern fliehen. Sie haben in den ohnehin schon völlig überfüllten Lagern der Provinzhauptstadt Nyala Zuflucht gesucht."

NordugandaGöttingen (epo). - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Ugandas am Dienstag vorgeworfen, die Suche nach einer Friedenslösung in Norduganda zu blockieren und damit den Tod tausender Menschen in Kauf zu nehmen. "Angesichts einer sich ausbreitenden Cholera-Epidemie in den Flüchtlingslagern in Norduganda ist das mangelnde Friedensengagement der ugandischen Regierung unverantwortlich", erklärte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius in Göttingen. Die Lage der rund 1,8 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen werde immer verzweifelter.

KongoBerlin (epo). - Anlässlich der Bundestags-Beschlusses zum Einsatz von Bundeswehrsoldaten in der Demokratischen Republik Kongo haben nichtstaatliche Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit ein langfristiges Konzept zur Befriedung und Stabilisierung des Krisenstaates gefordert. Auch die Beschränkung der Militärmission auf die Region um die Hauptstadt Kinshasa stiess auf Kritik bei den NGOs. "Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe appellierten an die deutschen Politiker, das Konzept des geplanten Militäreinsatzes in einer Weise zu gestalten, "die der Sicherheit der Bevölkerung bei den Wahlen wirklich nutzt und sie auch nach Abzug der Truppen gewährleisten hilft".

Kriegs?berreste in ?thiopien. Foto: UNONew York/Göttingen (epo). - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Dienstag vor der Gefahr eines neuen Krieges zwischen Äthiopien und Eritrea gewarnt, sollte der Weltsicherheitsrat wie geplant den Abzug der Hälfte der an der Grenze zwischen beiden verfeindeten Staaten stationierten UN-Friedenstruppen beschließen. Die Regierung in Äthiopien hat die Unterdrückung der Opposition unterdessen weiter forciert, heißt es in Berichten aus der Region, die epo.de vorliegen.

GfbVGöttingen/Berlin (epo). - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der äthiopischen Regierung am Mittwoch vorgeworfen, nach den heimischen Medien nun auch noch die letzten unabhängigen ausländischen Medien mundtot machen zu wollen. Das äthiopische Außenministerium hatte zuvor angekündigt, dem Deutschen Bundestag in den nächsten Tagen Protestresolutionen gegen die vermeintlich "unausgewogene und destruktive" Berichterstattung der "Deutschen Welle" zu übergeben.

DR KongoBerlin (epo). - Der vom deutschen Bundeskabinett beschlossene Kongo-Einsatz der Bundeswehr stößt bei nichtstaatlichen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit nicht auf vorbehaltlose Zustimmung. Die Entsendung von Soldaten werde das Massensterben im Kongo nicht beenden und die langfristigen Probleme dieses Landes nicht lösen, warnte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen. Die Deutsche Welthungerhilfe in Bonn erklärte, eine der am meisten gefährdeten Regionen bleibe unberücksichtigt. "Im Osten Kongos, in den Provinzen Ituri, Nord- und Süd-Kivu, ist die Gefahr besonders groß, dass die Wahlverlierer zu den Waffen greifen werden", sagte Georg Dörken, Programm-Manager der Welthungerhilfe für den Kongo. "Der Schutz der Zivilbevölkerung ist nicht gewährleistet."

UgandaKampala/Den Haag (epo). - Der Internationale Strafgerichtshof hält an seinem Haftbefehl gegen den nordugandischen Rebellenchef Joseph Kony fest und verlangt eine Auslieferung. Kony hatte in einer Nachricht an Ugandas Staatschef Yoweri Museveni vor einigen Tagen seine Bereitschaft zu Friedensgesprächen signalisiert. Museveni habe ihm am Mittwoch Straffreiheit zugesichert, falls er den seit fast 20 Jahren andauernden Krieg gegen die Zentralregierung beende, berichtete der britsche Sender BBC am Donnerstag unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung Ugandas.

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