Gesundheit

germanwatch 150Berlin. - Anlässlich der Weltgesundheitskonferenz (World Health Summit) in Berlin hat die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch auf eklatante Widersprüche in der Politik der Bundesregierung bei Antibiotikaresistenzen hingewiesen. "Auf der einen Seite setzt sich die Bundesregierung für dringend nötige globale Initiativen gegen Antibiotikaresistenzen ein", sagt Reinhild Benning, Agrarexpertin bei Germanwatch. "Auf der anderen Seite aber tragen in Deutschland ein hoher Antibiotikaverbrauch und zugleich sehr schwache Regeln bei Antibiotika im Stall sowie die Fixierung auf Agrarexporte dazu bei, dass sich Antibiotikaresistenzen verbreiten; mit kontaminierten Fleischexporten sogar weltweit."

venro Berlin. - In Berlin beraten am Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen die Herausforderungen globaler Gesundheitspolitik. Der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) will mit der internationalen Konferenz "Passion for Global Health. From Rights to Strategies" Empfehlungen der Zivilgesellschaft für die "Globale Gesundheitsstrategie" der Bundesregierung bündeln. Die Politik müsse auf das Menschenrecht für Gesundheit ausgerichtet werden.

cbmBerlin. - Blindheit und Armut hängen in Entwicklungsländern eng zusammen: Wer arm ist, kann sich häufig eine medizinisch notwendige Augenbehandlung nicht leisten und erblindet damit viel wahrscheinlicher an der Erkrankung. Und wer blind ist, findet oft keine bezahlte Arbeitsstelle, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. So bedeutet eine Sehbehinderung in Entwicklungsländern, oft auch arm zu sein - ein Teufelskreis droht. Darauf weisen die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) zum Welttag des Sehens am 11. Oktober hin.

aerzte ohne grenzenBerlin. - Seit mehr als einem Monat kämpfen Teams von Ärzte ohne Grenzen in Magaria, im Süden des Niger, gegen eine besorgniserregend hohe Sterblichkeitsrate der unter fünfjährigen Kinder. Gemeinsam mit dem nigrischen Gesundheitsministerium werden derzeit 730 Kinder behandelt, von denen 208 ernsthaft krank sind und in die überfüllte Kinderintensivstation überwiesen wurden. Die meisten leiden unter Komplikationen aufgrund schwerer Malaria oder Mangelernährung. In den vergangenen 30 Tagen starben täglich durchschnittlich zehn Kinder.

dsw neuHannover. - In Afrika südlich der Sahara kann jede zweite Frau nicht verhüten, obwohl sie das möchte. Eine der Folgen: Frauen bekommen dort im Durchschnitt ein Kind mehr, als sie sich wünschen. Das verstärkt das Bevölkerungswachstum in der Region. Aktuellen Prognosen der Vereinten Nationen zufolge wird sich die Bevölkerung in Subsahara-Afrika von heute rund einer Milliarde Menschen bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich vervierfachen. Diese Zahlen hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltverhütungstages am 26. September bekanntgegeben.

oxfamBerlin. - US-amerikanische Pharmakonzerne stehen im Verdacht, Gewinne in Steueroasen verschoben und sich so um ihren angemessenen Beitrag zum Gemeinwohl gedrückt zu haben. Allein bei den vier Konzernen Pfizer, Merck, Johnson & Johnson und Abbott soll sich der Schaden für Staatshaushalte in Industrie- und Entwicklungsländern in den Jahren 2013 bis 2015 auf 3,8 Milliarden US-Dollar belaufen. Das geht aus dem Bericht "Prescription for Poverty" hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Dienstag veröffentlicht hat.

oneBerlin. - Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hat in den vergangenen 16 Jahren 27 Millionen Menschenleben gerettet. Das ist die Schlagzeile eines neuen Berichts, der einerseits die Wirksamkeit des Globalen Fonds darlegt und gleichzeitig vor der Gefahr der Selbstzufriedenheit im Kampf gegen vermeidbare Krankheiten warnt. Die Lobby-Organisation ONE ist jedoch besorgt, dass die deutsche Bundesregierung ihren zugesagten Beitrag für die Jahre 2016-2019 den aktuellen Zahlen zufolge nicht einhalten könnte.

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