Demokratisierung

misereorAachen. - In Kamerun finden am 7. Oktober Präsidentschaftswahlen statt. Der seit 35 Jahren amtierende Paul Biya kandidiert erneut - mit den besten Aussichten wiedergewählt zu werden. MISEREOR-Partner sprechen sich dafür aus, die Wahl zu verschieben und zunächst den drohenden Bürgerkrieg abzuwenden und im Dialog an einer zivilen Konfliktlösung zu arbeiten.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Bürgerkriegsparteien in den Minderheiten-Regionen Kameruns mangelnden Respekt und Schutz der Zivilbevölkerung vorgeworfen. Mindestens 276.000 Menschen seien vor der Gewalt bereits geflohen. Nachdrücklich forderte die Menschenrechtsorganisation die Behörden Kameruns auf, Zivilisten nicht mit Rücksicht auf die Präsidentschaftswahlen am 7. Oktober an der Flucht zu hindern.

gfbvGöttingen. - Nach der Ermordung von mindestens 19 unbewaffneten Tuareg-Nomaden im Norden Malis hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine unabhängige Untersuchung der Übergriffe und einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung gefordert. Die GfbV warnte, die Morde würden den Kreislauf der Gewalt im Norden Malis weiter schüren. Dringend müssten die Verantwortlichen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden.

worldvisionFriedrichsdorf. - Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision hat ihrem Mitarbeiter Tony Rinaudo zum Alternativen Nobelpreis ("Right Livelihood Award") gratuliert. Rinaudo hat den Preis für die Entwicklung der Wiederaufforstungsmethode FMNR in Niger erhalten. FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration) ist eine Technik, die auf noch vorhandene lebende Wurzelreste gerodeter Bäume zurückgreift und diese wieder zum Wachstum bringt.

ai orgBerlin. - Die Regierung Venezuelas kriminalisiert Großteile der jungen Bevölkerung und ist für den Tod vieler Bürger verantwortlich. Diesen Vorwurf erhebt Amnesty International in dem neuen Bericht "This is no way to live: Public security and the right to life in Venezuela". Die Behörden setzten repressive Maßnahmen mit militärischen Mittel ein, um angeblich Straftaten zu bekämpfen, heißt es in dem Bericht. Dadurch sei es zwischen 2015 und Juni 2017 zu mehr als 8.200 außergerichtlichen Hinrichtungen gekommen.

diakonieBerlin. - Taifun Mangkhut hat auf den Philippinen vor allem Ernten und Häuser zerstört. Durch den Sturm wurden im wirtschaftlich schwachen Norden der Hauptinsel Luzon Felder teilweise komplett vernichtet, zehntausende Häuser sind unbewohnbar. Insgesamt sind bis zu einer Million Menschen schwer betroffen. "Taifun Mangkhut hat die Ärmsten der Armen getroffen und vielen Menschen alles genommen", berichtete Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, am Mittwoch in Berlin. "Im Norden der Philippinen leben die Familien häufig in einfachsten Hütten, die dem Sturm nicht standhalten konnten."

gfbvGöttingen. - Nach dem gewaltsamen Tod von mehr als 60 Angehörigen kleinerer Volksgruppen in Äthiopien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz ethnischer Minderheiten vor politisch motivierter Gewalt und die Bestrafung der Verantwortlichen gefordert. "Wenn Äthiopiens Demokratisierung nicht gefährdet werden soll, dann dürfen die schweren Übergriffe auf Minderheiten nicht ungesühnt bleiben", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.

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