Menschenrechte

Bonn (epo). - Anfang 1999 erschien die Studie "Mean Times - Humanitarian Action in Complex Political Emergencies: Stark Choices, Cruel Dilemmas" der Autoren M.Bryans, B.Jones und J.Stein. Die Studie wurde über das Projekt "NGOs in Complex Emergencies" der Universität Toronto herausgegeben. Angesichts der fortbestehenden Komplexität humanitärer Krisen haben die Ideen und Ergebnisse des Berichtes eine weitreichende Bedeutung für internationale Hilfsorganisationen. Mit Genehmigung der Herausgeber wurde die "Executive Summary" dieser immer noch aktuellen Studie von epo-Mitarbeiter G. Brigaldino ins Deutsche übersetzt.

GuineaKonakry (epo). - In Guinea ist die weibliche Beschneidung seit 1965 offiziell verboten und wird mit der Todesstrafe bedroht. Eine radikale Gesetzgebung - weitgehend unbekannt und wirkungslos: Nach offiziellen Studien von 1999 sind 98,6% aller guineischen Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren beschnitten. Seit 1998 versucht die Regierung, insbesondere das Frauenministerium, in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und mit internationaler Hilfe den tiefverwurzelten Traditionen und sozialen Verankerungen dieses Phänomens und seiner schädlichen Auswirkungen zu begegnen. Mit den Aufklärungskampagnen und dem zunehmenden Engagement vor allem der Frauen Guineas beginnen Veränderungen in den Haltungen und Meinungen - ein Prozess, der allerdings keine schnellen Erfolge verspricht.

Colombo (epo). - Seit der Unabhängigkeit 1948 betrieben die beiden großen, den Interessen der Bevölkerungsmehrheit der Singhalesen verpflichteten Parteien auf Sri Lanka eine die Minderheit diskriminierende Politik. Sie richtete sich gegen die rund eine Million Indien-Tamilen, die während der britischen Kolonialzeit (1796-1948) zugewandert waren und unter sklavenartigen Bedingungen auf den Teeplantagen des zentralen Hochlandes arbeiteten. 1948/49 wurde den seinerzeit mehr als 10 Prozent der Inselbevölkerung darstellenden Gruppe die Bürger- und Wahlrechte entzogen. In einem rund 30jährigen Prozeß ist die Hälfte der Indien-Tamilen eingebürgert, die andere Hälfte in Indien repatriiert worden.

Teejungs in Sri LankaColombo (epo). - Die Bergregion Sri Lankas ist ein beliebtes Urlaubsziel auch für die Einheimischen. Der Hitze des Südens zu entfliehen, die bis zu 42 Grad Celsius klettern kann, wird vor allem für westliche Touristen zur notwendigen Erholung. Hier wächst auch der berühmte Ceylontee, der die Landschaft als groß angelegte Plantagen beherrscht. Das üppige Grün der Teepflanzen mit den in bunte Tücher gehüllten Pflückerinnen bietet dem Auge eine trügerische Idylle. Auch der für Touristen angebotenen Besuch einer Teeplantage informiert mehr über den Tee als über die Mühsal der Erntearbeit.

Peace ConventionColombo (epo). - In Sri Lanka herrscht seit zwei Jahren der Ausnahmezustand. Presse und elektronischen Massenmedien werden zensiert, Polizei und Militär genießen Sondervollmachten. Nachdem abzusehen war, dass der jüngste Angriff der 1972 gegründeten "Befreiungstiger Tamil Eelam" (LTTE) auf Jaffna erfolgreich verlaufen könnte, sind die Gesetze noch einmal verschärft worden.

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