Landwirtschaft

milchtuete 150Berlin. - Eine wirksame Begrenzung der Milchproduktion durch einen Strategiewechsel fordern Germanwatch und die Aktion Agrar von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt vor den Krisentreffen zur Milch am Freitag und Montag. Der starke Produktionsanstieg in Deutschland und Europa sei ausschlaggebend für das massive Überangebot an den Weltmärkten, das zum existenzbedrohenden Preisverfall geführt habe.

Aachen. - Die Überproduktion und der Preisverfall auf dem europäischen Milchmarkt bedroht die Existenz von immer mehr Bäuerinnen und Bauern. Doch auch für viele Produzenten in Westafrika ist das Überangebot gefährlich, weil sie mit Billig-Importen insbesondere von Milchpulver aus der EU nicht konkurrieren können. Vor diesem Hintergrund reisen Milcherzeuger des European Milk Board und Vertreter von MISEREOR und Germanwatch am Mittwoch nach Burkina Faso, um gemeinsam mit afrikanischen Milchproduzenten an Lösungen für die problematische Situation zu arbeiten.

Viehherde in Kenia. Foto: KIT

Karlsruhe. - Die Land- und Forstwirtschaft einschließlich Landnutzungsänderungen trägt weltweit bis zu 30 Prozent zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bei. In Deutschland war die Landwirtschaft 2013 nach Angaben des Umweltbundesamtes für 6,7 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Eine Gruppe von Forschern, unter ihnen Professor Klaus Butterbach-Bahl vom Karlsruher Institut für Technologie, hat nun Möglichkeiten der Reduktion von Treibhausgasen aus der Viehhaltung untersucht.

germanwatchBerlin. - In Deutschland wählen Verbraucherinnen und Verbraucher zu über 98 Prozent Eier aus tierfreundlicheren Haltungen, wenn sie diese erkennen können. Darauf weist die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch anlässlich der Ostertage hin. Der Marktanteil der Käfigeier bei den gekennzeichneten Eiern mit dem Stempelcode sei auf gerade einmal 1,7 Prozent zusammengeschrumpft. Bei Fleisch hingegen sei es praktisch genau umgekehrt.

brot fdwBerlin. - Die Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat in Europa läuft Ende Juni aus. Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Spritzmittels nun um 15 Jahre verlängern. Brot für die Welt kritisiert diesen Antrag, der Anfang nächster Woche in Brüssel zur Abstimmung kommen soll. Das evangelische Hilfswerk befürchtet eine negative Signalwirkung für Entwicklungsländer.

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