Landwirtschaft

germanwatchBerlin. - In Deutschland wählen Verbraucherinnen und Verbraucher zu über 98 Prozent Eier aus tierfreundlicheren Haltungen, wenn sie diese erkennen können. Darauf weist die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch anlässlich der Ostertage hin. Der Marktanteil der Käfigeier bei den gekennzeichneten Eiern mit dem Stempelcode sei auf gerade einmal 1,7 Prozent zusammengeschrumpft. Bei Fleisch hingegen sei es praktisch genau umgekehrt.

Viehherde in Kenia. Foto: KIT

Karlsruhe. - Die Land- und Forstwirtschaft einschließlich Landnutzungsänderungen trägt weltweit bis zu 30 Prozent zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bei. In Deutschland war die Landwirtschaft 2013 nach Angaben des Umweltbundesamtes für 6,7 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Eine Gruppe von Forschern, unter ihnen Professor Klaus Butterbach-Bahl vom Karlsruher Institut für Technologie, hat nun Möglichkeiten der Reduktion von Treibhausgasen aus der Viehhaltung untersucht.

Berlin. - Agrarwissenschaftler, die sich auf die Anwendung von Computermodellen spezialisiert haben, kommen Mitte März 2016 zu einem internationalen Symposium in Berlin zusammen. Das Netzwerk der Agrar-Modellierer umfasst den ganzen Globus, mehr als 300 Teilnehmer haben ihr Kommen angekündigt. Ertragsmodelle für Nutzpflanzen haben sich in der Diskussion um die globale Ernährungssicherung als unverzichtbare Werkzeuge erwiesen, aber erst ihre konsistente Anwendung in weltweiter Zusammenarbeit sichert ihre Aussagekraft an den Schnittstellen zur Politik und zur Wirtschaft.

brot fdwBerlin. - Die Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat in Europa läuft Ende Juni aus. Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Spritzmittels nun um 15 Jahre verlängern. Brot für die Welt kritisiert diesen Antrag, der Anfang nächster Woche in Brüssel zur Abstimmung kommen soll. Das evangelische Hilfswerk befürchtet eine negative Signalwirkung für Entwicklungsländer.

attac 150Berlin. - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Aktion Agrar haben am Montag eine Kampagne für faire Milchpreise und ein Ende der Exportorientierung in der Milchviehwirtschaft gestartet. Vor allem in Westafrika führe der Export von billigem Milchpulver zu einer regelrechten Überschwemmung der heimischen Märkte, kritisierten die beiden nichtstaatlichen Organisationen.

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