Klimaschutz

germanwatch 150Berlin. - Die im Entwurf der EU-Kommission angekündigte Aufnahme von Atomenergie und Erdgas als "nachhaltige" Investitionen in die EU-Taxonomie ist aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein grober Fehler. "Es ist ein Etikettenschwindel, Atomkraft und Erdgas in der nun vorgeschlagenen Form als nachhaltige Aktivitäten zu kennzeichnen," erklärte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

germanwatch 150Berlin. - Fünf Monate nach der Vorstellung des ersten umfangreichen Teils des Fit-for-55-Pakets will die EU an diesem Dienstag weitere Vorschläge zum Erreichen ihrer neuen Klimaziele für 2030 auf den Tisch legen. "Wir befinden uns in dem Jahrzehnt, in dem wir die Umsetzung des Klimaschutzes stark beschleunigen müssen um die selbst gesetzten Klimaziele auch zu erreichen. Es ist deshalb wichtig, dass die EU-Kommission jetzt nicht das Tempo aus der Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen nimmt", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

mccBerlin. - Von den 197 Staaten, die sich im Klimaabkommen von Paris auf die Begrenzung der Erderhitzung verständigt haben, bekamen bisher nur 24 Länder eine "dauerhafte" Senkung ihrer Treibhausgas-Emissionen hin, darunter 22 in Europa. Die Erfolge konzentrieren sich auf den Energiesektor – und selbst das Tempo der Besten, in der günstigsten Zeitspanne, ist gerade mal innerhalb dessen, was für die nächsten Jahrzehnte weltweit erforderlich ist. Das sind die Kernergebnisse einer Studie unter Führung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), die am Montag veröffentlicht wurde.

Berlin. - Trotz der Dynamik, die der 26. Weltklimagipfel in Glasgow für den weltweiten Ausstieg aus der Kohle und mehr Klimaschutz aufgebaut hat, ist das 1,5 Grad-Limit ohne schnelle Nachbesserungen der Ziele der größten Emittenten nicht in Reichweite. So lautet das erste Fazit der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zum Ende des Weltklimagipfels COP26. Auch andere NGOs kritisieren die in Glasgow erzielten Ergebnisse.

mccBerlin. - Der Anti-Methan-Pakt von fast 100 Staaten zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Glasgow macht deutlich: Beim Kampf gegen die Erderhitzung rücken außer Kohlendioxid auch andere Treibhausgase in den Blick. Doch welches Gewicht haben die einzelnen Klimakiller, wieviel wird emittiert und von welchen Ländern und Sektoren? So umfassend wie nie zuvor hat jetzt ein Forschungsteam die Gesamtrechnung vorgelegt. Federführend war das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

germanwatch 150Glasgow. - Skandinavien zeigt der Welt, wie ambitionierter Klimaschutz funktioniert. Im neuen Klimaschutz-Index von Germanwatch und NewClimate Institute belegen Dänemark, Schweden und Norwegen vor allem dank großer Fortschritte bei den Erneuerbaren Energien und guter Klimapolitik die Ränge 4 bis 6. Die Plätze 1 bis 3 bleiben erneut frei, da sich noch kein Land tatsächlich auf einem 1,5 Grad-Pfad befindet. Die drei genannten sind dazu aber in Reichweite.

germanwatch 150Berlin. - Angesichts der stockenden Koalitionsverhandlungen haben sich drei Klägerinnen und Kläger der im März erfolgreichen Klimaverfassungsbeschwerde an die Parteispitzen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP sowie an die Verhandler:innen des klimapolitischen Teils der Koalitionsverhandlungen gewandt. Sie fordern jetzt entschiedenes Handeln. Die künftige Klimapolitik müsse sich tatsächlich, wie im Sondierungspapier versprochen, an der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts orientieren.

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