Klimaschutz

greenpeace Berlin. - Deutschlands Ausstieg aus der Kohle muss umgehend mit Abschaltungen im Rheinischen Revier starten, damit der Kompromiss der Kohlekommission erfolgreich ist. Dazu muss sich die Bundesregierung schnellstmöglich mit RWE darauf einigen, drei Gigawatt der ältesten Braunkohleblöcke der Kraftwerke Niederaußem und Neurath ab 2020 bis spätestens 2022 vom Netz zu nehmen. Das haben die Umweltverbände Greenpeace, BUND und Deutscher Naturschutzring am Montag in Berlin gefordert.

Dresden. - Seit den späten 1970er-Jahren vermessen Satelliten die Oberfläche der Ozeane und der großen eisbedeckten Gebiete der Erde. Ein Wissenschaftlerteam unter Federführung der Professur für Geodätische Erdsystemforschung der TU Dresden hat nun erstmals die Daten von sieben sogenannten Altimetersatelliten zur Höhenmessung gemeinsam ausgewertet, um die Veränderungen des Antarktischen Eisschildes über einen Zeitraum von 40 Jahren zu bestimmen. Demnach hat sich der Eismassenverlust seit 2010 deutlich beschleunigt.

awiBremerhaven. - Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven ist Richtung Antarktis aufgebrochen, um ein bisher unter Schelfeis verborgenes Meeresökosystem zu erkunden. Der Eisberg namens A68, der fast die siebenfache Fläche Berlins aufweist, kalbte im Juli 2017 vom antarktischen Larsen-Schelfeis. Jetzt planen Forschende, per Schiff in die Region zu fahren, um dort Proben vom Meeresboden zu entnehmen.

germanwatch 150Berlin. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, die Empfehlungen der Kohlekommission zur CO2-Bepreisung und zu einer Überarbeitung des Entgelt-, Abgaben- und Umlagensystems im Energiesektor umzusetzen. Die Einführung von CO2-Preisen müsse ganz oben auf die politische Agenda gesetzt werden. Am Donnerstagabend war der Bericht der Kohlekommission inklusive bis dahin unveröffentlichter Sondervoten an die Kanzlerin übergeben worden.

Hamburg. - Die Förderung des deutsch-afrikanischen Gemeinschaftsvorhabens "Southern African Science Service Center for Climate Change and Adaptive Land Mangement" (SASSCAL) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verlängert und mit 3,7 Millionen Euro bis 2021 unterstützt. Die Daten von SASSCAL sollen dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem Afrikas zu erfassen. An SASSCAL sind neben Deutschland die Länder Angola, Sambia, Namibia, Botsuana und Südafrika beteiligt.

germanwatch 150Berlin. - Mit der Erneuerung des Élysée-Vertrags von 1963 wird die klimapolitische Zusammenarbeit ab Dienstag ein Grundpfeiler der deutsch-französischen Partnerschaft. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßte die Verankerung eines Umwelt- und Klimaschutzkapitels im sogenannten Aachener Vertrag mit dem Ziel, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) in den beiden Staaten, in der EU und weltweit voranzubringen.

awiPotsdam. - Die Erderwärmung hinterlässt immer deutlichere Spuren in den Permafrostregionen der Welt. Wie eine neue globale Vergleichsstudie des internationalen Permafrost-Netzwerkes GTN-P zeigt, ist in allen Gebieten mit Dauerfrostboden die Temperatur des gefrorenen Untergrundes in mehr als 10 Metern Tiefe im Zeitraum von 2007 bis 2016 um durchschnittlich 0,3 Grad Celsius gestiegen – in der Arktis ebenso wie in der Antarktis und in den Hochgebirgen Europas und Zentralasiens. Besonders hoch fiel die Erwärmung in Sibirien aus. Dort erwärmte sich der gefrorene Boden um nahezu ein Grad Celsius.

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