Klimaschutz

PIKPotsdam. - Eine schnelle Reduktion der Treibhausgasemissionen ist notwendig, wenn Regierungen sowohl die Kosten der Klimastabilisierung begrenzen wollen – als auch die Menge des CO2 möglichst klein halten wollen, das mit viel technischem Aufwand nachträglich aus der Atmosphäre wieder herausgeholt werden soll. Dazu müssten die Emissionen im Jahr 2030 mindestens 20 Prozent unter dem liegen, was die Länder im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagt haben. Das hat eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) ergeben.

fianlogo klKöln. - Der Klimawandel schreitet voran und die internationale Staatengemeinschaft hat bisher nicht ausreichend darauf reagiert. Neueste Analysen des Weltklimarats bestätigen, dass die internationalen Klimaschutzmaßnahmen unzureichend sind. Die Folgen der zunehmenden Erderwärmung verstärken die bestehenden geschlechtlichen Diskriminierungen, vor allem von Frauen in ländlichen Regionen des globalen Südens. Ihre Menschenrechte auf Nahrung und Wasser sind massiv bedroht. Darauf weist die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland anlässlich des Internationalen Frauentages (8. März) hin.

greenpeace Hamburg. - Wälder in Deutschland können maßgeblich zum Klimaschutz beitragen, wenn sie stärker geschützt werden. Bis zu 48 Millionen Tonnen CO2 könnten diese Wälder pro Jahr bei einer ökologischeren Bewirtschaftung binden – dies entspricht etwa der Hälfte des jährlichen CO2-Ausstoßes von PKW in Deutschland. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Freiburger Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace würde der Wald bei gleichbleibender Nutzung etwa zwei Drittel weniger klimaschädliches CO2 binden. 

germanwatch 150Bonn. - Das Oberlandesgericht Hamm hat im Verfahren des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE eine Art Eilantrag ("Gegenvorstellung") des Unternehmens gegen den Beweisbeschluss zurückgewiesen. Damit habe das Gericht unmissverständlich klargestellt, dass große Emittenten für Folgen des Klimawandels zur Verantwortung gezogen werden können, berichtete Germanwatch am Donnerstag in Bonn. Jetzt könne es unverzüglich in die Beweisaufnahme gehen.

oecd 80Paris. - Die OECD-Länder sollten stärker auf Steuern setzen, um umweltschädliche Emissionen aus dem Energieverbrauch zu reduzieren. Eine höhere Besteuerung von Energie sei notwendig, um die Hauptursachen des Treibhauseffekts und der Luftverschmutzung effektiv zu bekämpfen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Taxing Energy Use 2018", die von der OECD am Mittwoch in Paris veröffentlicht wurde.

mccBerlin. - Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie "Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated". Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht.

mccBerlin. - Gut gemachte Klimapolitik kann stärker zu einer stabilen, wachsenden Wirtschaft beitragen als bisher angenommen. Denn durch CO2-Preise sinken nicht nur die Treibhausgas-Emissionen. Weil zugleich die Rendite von fossilen Energieträgern sinkt, steigen umgekehrt die Investitionen in Anlagen und Maschinen, Infrastrukturen sowie Forschung und Entwicklung in anderen Wirtschaftszweigen. So werden nicht nur Klimaschäden vermieden – es kann auch der Wohlstand langfristig verbessert werden. Das haben Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) in Berlin herausgefunden.

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