Klimaschutz

awiBremerhaven. - Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven ist Richtung Antarktis aufgebrochen, um ein bisher unter Schelfeis verborgenes Meeresökosystem zu erkunden. Der Eisberg namens A68, der fast die siebenfache Fläche Berlins aufweist, kalbte im Juli 2017 vom antarktischen Larsen-Schelfeis. Jetzt planen Forschende, per Schiff in die Region zu fahren, um dort Proben vom Meeresboden zu entnehmen.

germanwatch 150Berlin. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, die Empfehlungen der Kohlekommission zur CO2-Bepreisung und zu einer Überarbeitung des Entgelt-, Abgaben- und Umlagensystems im Energiesektor umzusetzen. Die Einführung von CO2-Preisen müsse ganz oben auf die politische Agenda gesetzt werden. Am Donnerstagabend war der Bericht der Kohlekommission inklusive bis dahin unveröffentlichter Sondervoten an die Kanzlerin übergeben worden.

Hamburg. - Die Förderung des deutsch-afrikanischen Gemeinschaftsvorhabens "Southern African Science Service Center for Climate Change and Adaptive Land Mangement" (SASSCAL) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verlängert und mit 3,7 Millionen Euro bis 2021 unterstützt. Die Daten von SASSCAL sollen dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem Afrikas zu erfassen. An SASSCAL sind neben Deutschland die Länder Angola, Sambia, Namibia, Botsuana und Südafrika beteiligt.

germanwatch 150Berlin. - Mit der Erneuerung des Élysée-Vertrags von 1963 wird die klimapolitische Zusammenarbeit ab Dienstag ein Grundpfeiler der deutsch-französischen Partnerschaft. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßte die Verankerung eines Umwelt- und Klimaschutzkapitels im sogenannten Aachener Vertrag mit dem Ziel, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) in den beiden Staaten, in der EU und weltweit voranzubringen.

awiPotsdam. - Die Erderwärmung hinterlässt immer deutlichere Spuren in den Permafrostregionen der Welt. Wie eine neue globale Vergleichsstudie des internationalen Permafrost-Netzwerkes GTN-P zeigt, ist in allen Gebieten mit Dauerfrostboden die Temperatur des gefrorenen Untergrundes in mehr als 10 Metern Tiefe im Zeitraum von 2007 bis 2016 um durchschnittlich 0,3 Grad Celsius gestiegen – in der Arktis ebenso wie in der Antarktis und in den Hochgebirgen Europas und Zentralasiens. Besonders hoch fiel die Erwärmung in Sibirien aus. Dort erwärmte sich der gefrorene Boden um nahezu ein Grad Celsius.

PIKPotsdam. - Die fortschreitende Klimaerwärmung ist offensichtlich: Die vergangenen vier Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der jüngste Sommer brachte Wetterextreme auf der gesamten Nordhalbkugel, der Forschungsstand ist eindeutig. Noch vor ein paar Jahren jedoch wurde von manchen Medien und einigen Experten eine vermeintliche Pause der globalen Erwärmung diskutiert – obwohl es nie statistische Belege für eine nennenswerte Verlangsamung gegeben hat, wie neue Forschung jetzt bestätigt. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat die Verwirrung um die angebliche Erwärmungspause gründlich analysiert, so das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Berlin. - Nach dem Abschluss der Klimakonferenz der Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz haben nichtstaatliche Organisationen sich erleichtert gezeigt, dass ein Regelbuch für die weltweite Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verabschiedet werden konnte. Viele Organisationen sind jedoch enttäuscht, dass es den meisten Staaten am politischen Willen fehlte, sich für schnelle und wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius einzusetzen.

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