oxfamBerlin. - Eine Gruppe von über 100 Millionärinnen und Millionären aus neun Ländern hat in einem offenen Brief von Regierungen eine dauerhafte jährliche Vermögenssteuer für die Reichsten gefordert. Dies würde helfen, die extreme Ungleichheit zu verringern und soziale Grunddienste, wie eine öffentliche Gesundheitsversorgung und Bildung zu finanzieren. Erste Analysen weisen auf ein Steuervolumen von mindestens 2,5 Billionen Dollar pro Jahr hin. Damit wären wesentliche Fortschritte bei Armutsbekämpfung, Covid-19-Impfstoffgerechtigkeit und allgemeiner Gesundheitsversorgung möglich.

oxfamBerlin. - Während der Covid-19-Pandemie konnten die zehn reichsten Milliardäre ihr Gesamtvermögen verdoppeln, auf insgesamt 1,5 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig leben über 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut. Ungleichheit ist zudem eine Frage von Leben und Tod: Jedes Jahr sterben Millionen Menschen, etwa weil sie keine adäquate medizinische Versorgung bekommen. Das zeigt der Bericht "Inequality kills", den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich der virtuellen "Davos Agenda" des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht hat.

germanwatch 150Berlin. - Die im Entwurf der EU-Kommission angekündigte Aufnahme von Atomenergie und Erdgas als "nachhaltige" Investitionen in die EU-Taxonomie ist aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein grober Fehler. "Es ist ein Etikettenschwindel, Atomkraft und Erdgas in der nun vorgeschlagenen Form als nachhaltige Aktivitäten zu kennzeichnen," erklärte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

oneBerlin. - Zum Jahresanfang hat die Entwicklungsorganisation ONE die Bundesregierung dazu aufgerufen, die diesjährige G7-Präsidentschaft Deutschlands dafür zu nutzen, dass die Weltgemeinschaft die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 (Agenda 2030) erreicht. Insbesondere bei den Themen Globale Gesundheit, Klimaschutz und Infrastrukturinvestitionen in Afrika müsse der deutsche G7-Gipfel auf Schloss Elmau liefern, so ONE.

Berlin. - Am Ende der 6. Revisionskonferenz der UN-Waffenkonvention (CCW) haben sich die Vertragsstaaten nach fast 8-jährigen Konsultationen und Beratungen auf einen "Kompromisstext" geeinigt, der wieder kein Verhandlungsmandat für ein rechtsverbindliches Instrument zur Regulierung autonomer Waffen enthält. "Das Mandat für das Jahr 2022 spiegelt weder die Forderungen der großen Mehrheit der an den Konsultationen beteiligten Länder noch die Interessen der Menschheit wider", kritisierte Thomas Küchenmeister, Sprecher der Kampagne "Stop Killer Robots" in Deutschland.

pro wildlifeMünchen. - Die Europäische Kommission hat neue Regeln für den Elfenbeinhandel in der EU erlassen. So soll der Handel mit ganzen Stoßzähnen innerhalb der EU weitgehend beendet werden. Verarbeitetes Elfenbein darf zukünftig nur noch gehandelt werden, wenn es antik ist und eine behördliche Genehmigung vorliegt – bislang war diese nicht erforderlich.

germanwatch 150Berlin. - Fünf Monate nach der Vorstellung des ersten umfangreichen Teils des Fit-for-55-Pakets will die EU an diesem Dienstag weitere Vorschläge zum Erreichen ihrer neuen Klimaziele für 2030 auf den Tisch legen. "Wir befinden uns in dem Jahrzehnt, in dem wir die Umsetzung des Klimaschutzes stark beschleunigen müssen um die selbst gesetzten Klimaziele auch zu erreichen. Es ist deshalb wichtig, dass die EU-Kommission jetzt nicht das Tempo aus der Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen nimmt", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

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