Nahost

medicoFrankfurt. - Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international hat die Explosion in Beirut als "Katastrophe mit Ansage" bezeichnet. Die Verantwortungslosigkeit der politischen Eliten sei seit langem Gegenstand von Kritik und Protest. Vor den Massenprotesten im Herbst 2019 hätten Brände das Land erschüttert und massive Versäumnisse bei der Ausstattung von Feuerwehr und Katastrophenschutz offengelegt. Das einstige Bankenzentrum des Nahen Ostens sei zu einem politischen Albtraum geworden, in dem die Bevölkerung den Machtinteressen der herrschenden Eliten schutzlos ausgeliefert sei.

worldvisionBeirut. - Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision ist mit Mitarbeitern in Beirut vor Ort, um den Bedarf an Hilfe nach der schweren Explosion in der libanesischen Hauptstadt zu erkunden. Die Organisation ist seit Jahrzehnten im Libanon tätig. Lokale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bezeichnen die Katastrophe als eines der "schwierigsten Ereignisse, mit denen das Land je zu kämpfen hatte".

careBonn. - Die internationale Hilfsorganisation CARE hat vor einer Eskalation der Hungerkrise im Libanon gewarnt. Nach Angaben des libanesischen Ministeriums für soziale Angelegenheiten sowie der Weltbank haben aktuell mehr als die Hälfte der libanesischen Bevölkerung keinen oder nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu Lebensmitteln.

Berlin. - Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in einem Brief aufgefordert, die Pläne der neuen israelischen Regierung zur Annexion von Teilen des Westjordanlandes als eklatanten Völkerrechtsbruch zu kritisieren. Die Bundesregierung solle sich für einen tragfähigen Frieden einsetzen, der die Positionen beider Konfliktparteien respektiert und für beide annehmbare Kompromisse enthält. Waffenlieferungen nach Israel sollten gestoppt werden.

aktion hungerBerlin. - Das Coronavirus hat nun auch Syrien erreicht. Aktuell sind 44 Fälle bestätigt. Die internationale Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger warnt vor den Folgen, die eine unkontrollierte Ausbreitung der Infektionskrankheit in dem Bürgerkriegsland haben könnte. Aufgrund des weitgehend zerstörten Gesundheitssystems und der schlechten Wasserversorgung sind Millionen Menschen in Syrien dem Virus schutzlos ausgeliefert. Nothilfeteams vor Ort passen ihren Einsatz bereits mit Hochdruck an die neuen humanitären Herausforderungen durch COVID-19 an.

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