Nahost

Welttag der humanitären Hilfe

Berlin. - Gut ein Jahr nach dem Vormarsch der IS-Kämpfer im Irak und in Syrien hat sich die Lage für humanitäre Helferinnen und Helfer drastisch verschlechtert. Darauf haben Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe aus Anlass des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Welttags der Humanitären Hilfe am 19. August hingewiesen.

malteser internationalKöln. - Rund ein Jahr nach der Massenflucht aus Mossul und dem Sindschar-Gebirge sind inzwischen mehr als drei Millionen Menschen im Irak auf der Flucht vor der Terrormiliz ISIS. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass weitere 1,7 Millionen bis Ende des Jahres dazukommen werden. Malteser International plant daher, seine mobile medizinische Hilfe auszuweiten.

Freiwillige in Jordanien - Foto: Care

Amman. - Investitionen in Ausbildungsprogramme und Geschäftsideen im Flüchtlingscamp Azraq kommen sowohl syrischen Flüchtlingen als auch der jordanischen Regierung und Hilfsorganisationen zugute. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Hilfsorganisation CARE in JordanienSeit der Eröffnung des Azraq-Camps im April 2014 organisiert CARE freiwillige Tätigkeiten für Bewohner, die mit umgerechnet 25 Euro im Monat vergütet werden. So konnten bisher etwa 1.800 Bewohner unterstützt und etwa eine Million Euro in die Wirtschaft des Camps investiert werden.

misereorAachen. - Ein Jahr nach Flucht und Vertreibung von Angehörigen der religiösen Minderheit der Jesiden aus dem Umfeld der irakischen Stadt Sinjar harren mehr als 10.000 Betroffene weiter im angrenzenden Sinjar-Gebirge aus. Das teilte Salah Ahmad, Leiter der irakischen Hilfsorganisation Jiyan Foundation, am Freitag mit. Das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR arbeitet mit der Jiyan Foundation seit vielen Jahren eng zusammen und unterstützt die Arbeit der Stiftung zugunsten von Flüchtlingen im Nordirak.

care neuBonn. - Ein Jahr nach der Flucht zehntausender Menschen vor Kampfhandlungen und Gewalt aus dem Sindschar-Gebirge im Nordirak ist der humanitäre Bedarf größer denn je. Das hat die internationale Hilfsorganisation CARE am Donnerstag in Bonn berichtet. Die Vertriebenen müssten noch immer in Camps und Gastgemeinden leben. "Anders als letztes Jahr gibt es jetzt allerdings immer weniger Hilfsgelder und auch wenig Aufmerksamkeit für ihr anhaltendes Leid", sagte Irene Dulz, Leiterin des CARE-Büros im Nord-Irak.

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