Entwicklungszusammenarbeit

brot fdwBerlin. - Unter dem Motto "Brot für die Welt" riefen evangelische Landes- und Freikirchen am 12. Dezember 1959 in der Berliner Deutschlandhalle zu Spenden für die weltweit Hungernden auf. Innerhalb weniger Wochen kamen 19 Millionen Mark aus Ost- und Westdeutschland zusammen. Damit war die erste Aktion von Brot für die Welt die bis dahin erfolgreichste Sammlung der evangelischen Kirchen. Dieser große Zuspruch führte zur Gründung von Brot für die Welt. Am Sonntag (2. Dezember) startet das evangelische Hilfswerk die 60. bundesweite Spendenaktion im Advent mit einem Fernsehgottesdienst aus Stuttgart in das Jubiläumsjahr.

cbmBensheim. - Zum Welttag der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember) hat die Christoffel-Blindenmission (CBM) den zu geringen Stellenwert von Inklusion in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit kritisiert. "Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern sind oft ausgegrenzt, haben kaum Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheitsversorgung. Ihnen droht ein Leben in Armut und Abhängigkeit. Doch Deutschland kümmert sich viel zu wenig um die Ärmsten der Armen", sagte CBM-Vorstand Rainer Brockhaus.

planHamburg. - Die Bundesregierung engagiert sich politisch und finanziell zu wenig, um die politische Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen in Entwicklungsländern zu stärken. Das ist das Ergebnis des Mädchenberichts 2018 der Kinderhilfsorganisation Plan International Deutschland, der am Donnerstag im Bundestag vorgestellt wurde. Für den Bericht wurden 30 OECD-Geber (29 Länder und die EU) danach untersucht, was ihre Regierungen für die Stärkung der politischen Beteiligung von Mädchen und jungen Frauen tun.

fianKöln. - Der vom deutschen Entwicklungsministerium in Luxemburg aufgelegte Africa Agriculture and Trade Investment Fund (AATIF) hat seinen Jahresbericht vorgelegt. Die Menschenrechtsorganisation FIAN hat zu diesem Anlass die Finanzdaten des Investmentfonds kritisch unter die Lupe genommen. FIAN kritisiert den stark wachsenden Einfluss der Finanzindustrie auf die Entwicklungshilfe.

zfd klBonn. - Bei der Haushaltsbereinigung durch die Bundesregierung hat der Zivile Friedensdienst eine Mittelerhöhung von zehn Millionen Euro für das Haushaltsjahr 2019 erhalten. Damit erhöht sich das Budget des deutschen Programms für Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung von aktuell 45 Millionen Euro (Jahre 2017 und 2018) auf 55 Millionen Euro für 2019. Das Konsortium Ziviler Friedensdienst begrüßte die Mittelerhöhung.

Berlin. - Die Regierungskoalition hat den Etat für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe für den Bundeshaushalt 2019 erhöht. Entgegen der ursprünglichen Planung der Bundesregierung wurden zusätzlich 700 Millionen Euro für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Dies wurde bei den Beratungen des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags mit der Mehrheit von CDU/CSU und SPD beschlossen. Hilfsorganisationen haben die Mittelerhöhung am Freitag ausdrücklich begrüßt.

bmz Berlin. - Auf dem G20-Investitionsgipfel für Afrika in Berlin hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag einen sogenannten Entwicklungsinvestitionsfonds angekündigt. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erklärte am Mittwoch, vor allem mittelständische deutsche Unternehmen sollten mit dem Fonds Anreize für Investitionen in Afrika erhalten. Der Entwicklungsinvestitionsfonds solle mit bis zu einer Milliarde Euro aufgefüllt werden, sei aber nur Teil eines "umfassenden Entwicklungspakets".

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