Weltwirtschaft

greenpeace Hamburg. - In einem neuen Einkaufsratgeber empfiehlt Greenpeace schadstofffrei und sozial gerecht hergestellte Kleidung. Die Umweltschutzorganisation bewertet die acht wichtigsten Öko-Textillabel mit bis zu drei Sternen und bietet so eine einfache Einkaufshilfe. Die höchsten Anforderungen für Chemikalienmanagement, Recycling und Arbeitnehmerrechte erfüllen laut Greenpeace der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN Best), der Global Organic Textile Standard (GOTS) und "Made in Green" von Oeko-Tex.

suedwind Bonn. - Das SÜDWIND-Institut wirft dem Sportartikel-Hersteller Adidas vor, im Fall der gesetzwidrigen Entlassung von mehr als 300 ehemaligen Beschäftigten ihres indonesischen Zulieferers Panarub im Jahr 2012 seinen unternehmerischen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen zu sein. Damit habe Adidas gegen die Leitsätze der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) für multinationale Unternehmen verstoßen, erklärte das Institut am Dienstag in Bonn. SÜDWIND, Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung, werde daher gegen den Adidas-Konzern eine Beschwerde bei der OECD einlegen.

misereorBerlin. - Anlässlich der Veröffentlichung des Schattenfinanzindexes 2018 hat MISEREOR auf den immensen Schaden der Steuervermeidung großer Unternehmen nicht nur für die Gemeinwesen in den Industriestaaten, sondern besonders in ärmeren Entwicklungsländern hingewiesen. Den Ländern des Globalen Südens entgingen aufgrund illegitimer Geldströme Steuereinnahmen in Höhe von geschätzten 100 bis 200 Milliarden US-Dollar jährlich. Zum Vergleich: die öffentliche Finanzierung für die internationale Entwicklungszusammenarbeit betrug 2016 etwa 142,6 Milliarden US-Dollar. 

Berlin. - Die weltweit größten Hersteller von Muttermilchersatz betreiben aggressives Marketing für ihre Produkte – und bringen damit Kinderleben in Gefahr. Das ist das Ergebnis eines Berichts, den Aktion gegen den Hunger, Save the Children und fünf weitere Organisationen am Dienstag vorgestellt haben. Sie fordern die Konzerne dazu auf, sich endlich an die fast 40 Jahre alten Vorgaben der Weltgesundheitsversammlung zu halten. Ersatzprodukte sind teuer und versprechen oftmals einen Vorteil gegenüber dem Stillen, den sie in den meisten Fällen nicht haben. 

oxfamBerlin. - 82 Prozent des im vergangenen Jahr erwirtschafteten Vermögens ist in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung geflossen. Das geht aus dem Bericht "Reward Work, not Wealth" hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht hat. Die 3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, haben dagegen überhaupt nicht vom Vermögenswachstum profitiert. Oxfam fordert, die Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen zu stoppen, faire Einkommen für Frauen und Männer durchzusetzen und in Bildung und Gesundheit für alle zu investieren.

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