Weltpolitik

germanwatch Berlin. - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat vor dem am Freitag beginnenden G20-Gipfel in Buenos Aires klare Signale für Menschenrechte, Klimaschutz und den Erhalt des Regenwaldes gefordert. "Die G20 haben eine besondere Verantwortung sicherzustellen, dass die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung und die des Pariser Klimaabkommens erreicht werden können", erklärte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

oxfamBerlin. - Viel zu wenig Einsatz gegen soziale Ungleichheit in ihrem Land zeigen derzeit die Regierungen von Nigeria, Singapur und Indien. Sie gehören zu den Schlusslichtern des "Commitment to Reducing Inequality Index", den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam gemeinsam mit dem Netzwerk "Development Finance International" im Vorfeld der Herbsttagung von IWF und Weltbank veröffentlicht. Der Index macht deutlich: Es sind politische Entscheidungen, die bestimmen, wie ungleich der Reichtum einer Gesellschaft verteilt ist.

democracy wbBerlin. Anlässlich der Generaldebatte der 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen am Dienstag in New York hat "Demokratie ohne Grenzen" eine Demokratisierung der Weltorganisation angemahnt. Die in Berlin ansässige Nichtregierungsorganisation fordert die Einrichtung einer parlamentarischen Versammlung bei der UNO. Bislang sind dort nur Regierungen vertreten. Als Vorbild soll das EU-Parlament dienen. Das Europäische Parlament selbst hatte die EU-Regierungen im Juli dazu aufgefordert, sich für dieses Ziel einzusetzen.

Halle. - Vor 50 Jahren startete der US-Ökologe Garret Hardin eine globale Debatte: In seinem Aufsatz "The Tragedy of the Commons" warnte er vor den Folgen der wachsenden Weltbevölkerung. Der stetig steigende, unkontrollierte Ressourcenverbrauch führe zu einem globalen Kollaps. Heute ist die "Commons"-Forschung weltweit etabliert und liefert Antworten für lokale wie globale Probleme. Vom 4. bis 12. Oktober findet daher weltweit die "Internationale Woche der Gemeinschaftsgüter" statt. Den europäischen Teil organisiert Prof. Dr. Insa Theesfeld von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den verstorbenen früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan als "bedeutende Stimme für die Demokratisierung Afrikas" gewürdigt. "Der frühere ghanaische Diplomat hat viel für den Ruf Afrikas auf der Weltbühne getan. Seit Kofi Annans Wirken als UN-Generalsekretär wird Afrika in der Weltpolitik ernster genommen", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius in Göttingen.

venroBerlin. - Auf dem C20-Gipfel in Argentinien diskutieren am Montag und Dienstag mehr als 600 zivilgesellschaftliche Organisationen über globale Zukunftsfragen und formulieren ihre Forderungen an die Gruppe der G20. Der Gipfel der Civil20 (C20) ist der Höhepunkt eines sechsmonatigen Konsultationsprozesses der globalen Zivilgesellschaft über die Politik der G20, deren Regierungschefs sich Ende November in Argentinien treffen.

Berlin. - Offenbar unbeeindruckt von Tod, Flucht und Vertreibung in aktuellen Kriegsgebieten, haben deutsche Banken und Investoren in den vergangenen drei Jahren hohe Geldsummen in Rüstungskonzerne gepumpt, die den Nahen und Mittleren Osten massiv aufrüsten und insbesondere den Krieg im Jemen befeuern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Dirty Profits - Unser Geld für Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete" der Menschenrechtsorganisationen Facing Finance und urgewald.

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