Finanzkrise

ilo_gwrGenf (epo.de). - Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Reallohnzuwächse im Jahr 2008 weltweit stark zurückgegangen. Auch in diesem Jahr dürften die Zuwachsraten trotz der sich andeutenden Konjunkturerholung noch weiter sinken. Das berichtet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem aktualisierten globalen Bericht über Löhne (Global Wage Report: 2009 Update).
tjnBerlin (epo.de). - Entwicklungsländer verlieren jedes Jahr weitaus mehr Geld durch Steuerflucht, als sie an Entwicklungshilfe erhalten. Wenige Tage vor dem Treffen der Finanzminister und Zentralbankchefs der G20 in Schottland hat das internationale Netzwerk Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network) in Berlin jetzt erstmals einen "Schattenfinanzindex" vorgestellt. Der Financial Secrecy Index (FSI) listet den US-Bundesstaat Delaware auf Platz eins der Steuer- und Verdunkelungsoasen, noch vor Luxemburg, der Schweiz und den Cayman Islands. G20-Gastgeber Großbritannien steht mit der City of London im FSI auf Platz fünf.
tdr2009_150Genf/Berlin (epo.de). - Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat dramatische Auswirkungen auf die Entwicklungsländer. Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen seien deshalb vor allem in Subsahara-Afrika bis zum Jahr 2015 "so gut wie unmöglich zu erreichen", heißt es im Handels- und Entwicklungsbericht 2009 der UNCTAD, der am Montag veröffentlicht worden ist. Nur durch eine strikte Regulierung der Finanzmärkte und ein neues Wechselkurs-Management sei eine Wiederholung dieser globalen Krise zu vermeiden.
boerseFrankfurt (epo.de). - In Paris nimmt am Donnerstag eine internationale Task Force Gespräche über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf. Der Task Force gehören die Finanzminister zahlreicher Staaten an. Das europäische Attac-Netzwerk begrüßte das erste Treffen und forderte, die Verursacher der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise müssten für deren Bewältigung zur Kasse gebeten werden.
iwfWashington (epo.de). - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will den von der globalen Wirtschaftskrise am meisten betroffenen armen Ländern in den nächsten fünfeinhalb Jahren bis zu 17 Milliarden US-Dollar Kredite einräumen. In den letzten Jahren war an diese Länder im Durchschnitt eine Milliarde Dollar im Jahr geflossen. Allein im ersten Halbjahr 2009 benötigten die armen Länder jedoch Kredite in Höhe von drei Milliarden US$. Bis zum Jahr 2011 will der IWF darüber hinaus rund 60 Ländern mit niedrigem Einkommen die Zinszahlungen erlassen. Neue Finanzierungsinstrumente sollen den Entwicklungsländern überdies dabei helfen, die Krise zu bewältigen. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn sprach am Mittwoch in Washington von einer "historischen Anstrengung des Fonds, den Armen der Welt zu helfen".
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