agddBonn (epo). - Anlässlich des "Tag des Entwicklungshelfers" am 5. Dezember hat die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD), der Zusammenschluss der sechs anerkannten Entwicklungsdienste, eine positive Bilanz hinsichtlich der Personaleinsätze der Mitgliedsorganisationen gezogen. Die Entsendung von Entwicklungshelfern und Entwicklungshelferinnen sei eine bedeutende Komponente der bundesdeutschen Entwicklungszusammenarbeit, da durch die Vermittlung von Fachkräften für den Entwicklungsdienst und für den Zivilen Friedensdienst, durch die Kooperation und den Austausch von Fachkräften aus Nord und Süd ein Mehr-Wert geschaffen werde, der sich allein mit finanziellen Transfers oder technischer Hilfe nicht erreichen lasse.

"Ein Entwicklungsdienst ist gelebte Solidarität, bei dem Menschen sich begegnen, Erfahrungen sammeln und partnerschaftlich an der Lösung von Problemen arbeiten", sagte Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der AGdD. Wilhelm bedankte sich stellvertretend für die anderen Entwicklungsdienste bei den derzeit mehr als 1.400 Entwicklungshelfern und -helferinnen, die in Afrika, Asien und Lateinamerika tätig sind, ebenso wie bei allen Ehemaligen.

"Das Interesse an einer sozial engagierten Tätigkeit im Ausland im Rahmen eines Entwicklungsdienstes ist sehr hoch", erklärte Hartwig Euler, Geschäftsführer der AGdD. Als Indikator nannte er den großen Zulauf von Besuchern und Besucherinnen an den Informationsständen der Entwicklungsdienste bei der Veranstaltung "Engagement Weltweit", die am 3. Dezember 2005 in Bonn stattgefunden hatte. Die Entwicklungsdienste und das Förderungswerk für rückkehrende Fachkräfte der AGdD präsentierten sich dort in einer eigenen Halle.

Allgemein erfreut zeigten sich die Entwicklungsdienste und die anderen ausstellenden Organisationen über das große Interesse an der Veranstaltung. Mehr als 1500 Interessenten reisten aus dem gesamten Bundesgebiet und den Nachbarländern an, um dieses Forum zur personellen Entwicklungszusammenarbeit zu besuchen. Das Forum wurde erstmalig vom Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" (AK LHÜ) und anderen Organisationen veranstaltet und soll im Jahr 2007 wieder stattfinden. Bei Fachvorträgen ging es um die Frage wie die Millenniumsentwicklungsziele auf die personelle Entwicklungszusammenarbeit einwirken und welche Beiträge die Entsendung von Fachkräften zur Überwindung der Armut leisten können.

Die nach dem Entwicklungshelfergesetz anerkannten Entwicklungsdienste organisieren seit Beginn der 90er Jahre am 5. Dezember den "Tag des Entwicklungshelfers", um auf die Bedeutung der personellen Entwicklungszusammenarbeit hinzuweisen. Der 5. Dezember wurde von den Vereinten Nationen 1985 zum "International Volunteer Day for Economic and Social Development (IVD)" erklärt.

Das Entwicklungshelfergesetz definiert die Tätigkeit als einen mindestens zweijährigen Dienst, der in Entwicklungsländern ohne Erwerbsabsicht geleistet wird, um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Fortschritt dieser Länder beizutragen. Voraussetzungen für die Tätigkeit sind eine mehrjährige Berufserfahrung und soziales Engagement.

Ende 2004 waren 1.417 Fachkräfte nach dem Entwicklungshelfergesetz in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa tätig. Die Gesamtzahl verteilt sich auf die Entwicklungsdienste wie folgt: AGEH: 210, Christliche Fachkräfte International: 71, DED: 899, EED: 180, EIRENE: 26, Weltfriedensdienst: 31. Von den 1417 Entwicklungshelfer/innen sind 102 als Friedensfachkräfte im Rahmen des Zivilen Friedensdienst tätig. 808 Männer und 609 Frauen standen Ende 2004 unter Vertrag. Ca. 40% der Fachkräfte sind zwischen 31 - 40 Jahre alt, gefolgt von der Altersgruppe der 41 - 50-jährigen, die ca. 33% ausmachen. Jünger als 30 Jahre sind 100 Vertragsnehmer.

AGdD


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