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New York. - Tausende von Kindern in Konfliktgebieten werden ohne Anklage im Namen der nationalen Sicherheit festgehalten. Das hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Donnerstag erklärt und einen Bericht veröffentlicht. Die Organisation untersuchte speziell die Inhaftierung und Behandlung von Kindern in Afghanistan, in der Demokratischen Republik Kongo, Irak , Israel / Palästina, Nigeria und Syrien.

Der 35 - seitige Bericht "Extreme Measures: Abuses against Children Detained as National Security Threats", dokumentiert die Verhaftung und Inhaftierung von Kindern wegen angeblicher Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen oder Beteiligung an Delikten in Konflikten. 

Übermäßig vage Anti-Terror- Gesetzgebung in Reaktion auf extremistische Gruppen, wie der Islamische Staat und Boko Haram habe dazu geführt, dass auch Kinder als Bedrohung für die Sicherheit wahrgenommen werden. HRW bezeichnet die Haftbedingungen als erschreckend, mit völlig unzureichender Nahrung und mangelnder medizinischer Versorgung. Kinder teilen oft überfüllte Zellen mit nicht verwandten Erwachsenen, so dass sie auch einem zusätzlichen Risiko von körperlicher und sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Der Bericht stützt sich auf Human Rights Watch Interviews mit Dutzenden von ehemaligen Gefangenen.

"Die Regierungen treten die Rechte der Kinder mit diesen fehlgeleiteten und kontraproduktiven Reaktionen auf Gewalt, mit Füßen", sagte Jo Becker, Advocacy Director bei Human Rights Watch. "Die unbefristete Inhaftierung und Folter von Kindern muss aufhören."

Quelle: hrw.org


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