Berlin. - Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht im Rahmen einer dreitägigen Afrikareise den Senegal, Ghana und Nigeria. Dabei wird sie mit den jeweiligen Staats- und Regierungschefs zu Gesprächen zusammenkommen. Begleitet wird die Kanzlerin von einer deutschen Wirtschaftsdelegation. Die Welthungerhilfe erklärte anlässlich der Reise der Kanzlerin, die Bekämpfung des Hungers müsse in Afrika Priorität haben.

"Noch immer hungern 815 Millionen Menschen weltweit und die meisten von ihnen in Afrika südlich der Sahara und Südasien. Die Bekämpfung von Hunger und Armut sollte deshalb im Mittelpunkt der Gespräche stehen", sagte Bärbel Dieckmann, die Präsidentin der Welthungerhilfe.

"Wir begrüßen die Bemühungen um die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents sowie Projekte zur Förderung von Bildung und Beschäftigung insbesondere für die Jugend", betonte Dieckmann. "Trotzdem sollten die am wenigsten entwickelten Länder in der neuen Afrikastrategie besonders im Fokus stehen. Die Abwehr von Migration ist aus unserer Sicht nicht die wichtigste Frage, sondern wie es uns gelingen kann, den Menschen im Süden ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu ermöglichen."

In Senegals Hauptstadt Dakar wird Merkel am Mittwoch vom senegalesischen Präsidenten Macky Sall empfangen, mit dem sie nach Angaben des Kanzleramtes über die wirtschaftliche Entwicklung Senegals, außenpolitische Themen und die regionale Zusammenarbeit sprechen wird. Abends trifft sich Merkel mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, um sich mit ihnen über Perspektiven der Jugend im Land und andere gesellschaftspolitische Themen auszutauschen.

Am Donnerstag fliegt die Kanzlerin weiter nach Ghana zu Gesprächen mit Präsident Nana Akufo-Addo. Nachmittags nimmt sie an einem von der deutschen Wirtschaft in Ghana veranstalteten Runden Tisch teil, bei dem unter anderem das Investitionsumfeld und die Perspektiven und Fortschritte Ghanas im Rahmen der G20-Initiative "Compact-with-Africa" diskutiert werden. Zum Abschluss trifft Merkel mit jungen ghanaischen Start-Up Unternehmerinnen und Unternehmern zusammen.

Am Freitagmorgen besucht Merkel in Nigeria das Hauptquartier der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). Dort will sie sich mit dem Präsidenten der ECOWAS-Kommission, Jean-Claude Brou, über aktuelle Entwicklungen der regionalen Integration in Westafrika und die Zusammenarbeit Deutschlands mit der Wirtschaftsgemeinschaft austauschen. Anschließend wird Merkel vom Präsidenten der Bundesrepublik Nigeria, General Muhammadu Buhari, zu einem Gespräch empfangen. Beide Regierungschefs nehmen danach an einem Wirtschaftsroundtable teil. Nach einem Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft über aktuelle Entwicklungen in Nigeria reist Kanzlerin Merkel am Freitag zurück nach Berlin.

Quellen: www.bundeskanzlerin.de | www.welthungerhilfe.de 


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