venro 200Berlin. - Die Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe soll laut Medienberichten im kommenden Jahr stagnieren und in den Folgejahren deutlich abfallen. Der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) befürchtet den "Beginn eines schleichenden Abbaus des deutschen Beitrags zur Bewältigung globaler Krisen".

"Der Finanzminister spart an der falschen Stelle, wenn er ausgerechnet den Entwicklungsetat kürzen will. Deutschland macht sich so auf dem internationalen Parkett unglaubwürdig, da gegebene Zusagen nicht eingehalten werden können. Vor allem aber scheint dem Finanzminister nicht klar zu sein, dass Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit Investitionen in unser aller Zukunft sind", erklärte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO.

"Nur wenn wir entschlossen einen Beitrag zur Beseitigung von Hunger und Armut und den Folgen des Klimawandels leisten, werden wir eine friedlichere und weniger krisengeschüttelte Welt erreichen", betonte Bornhorst. "Mit der aktuellen Finanzplanung entfernt sich Deutschland immer weiter von seiner internationalen Verpflichtung, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in die Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Das widerspricht den Vereinbarungen des Koalitionsvertrages und signalisiert unseren Partnern im globalen Süden: 'Ihr seid künftig auf euch allein gestellt mit Krisen, Klimawandel und Armut'. So lässt sich keine nachhaltige Entwicklung gestalten. Das ist ein Rückzug ins Schneckenhaus."

Quelle: www.venro.org 


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