oecdParis (epo.de). - Die Agrarsubventionen der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beliefen sich im Jahr 2008 auf insgesamt 265 Milliarden US-Dollar. Das geht aus dem Bericht "Agricultural Policies in OECD Countries" hervor, den die OECD jetzt in Paris veröffentlichte. Demnach stammen 21 Prozent der Einnahmen der Landwirte aus Stützungszahlungen der Regierungen.

2006 hatte der Anteil der Subventionen an den Einnahmen der Landwirte noch bei 26% gelegen. Der Rückgang der Unterstützungsquote sei aber  überwiegend auf die steigenden Preisen für Agrarprodukte zurückzuführen und weniger auf geänderte politische Rahmenbedingungen, stellt die OECD fest.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass angesichts der in den kommenden Jahren durch die Wirtschaftkrise angespannten öffentlichen Haushalte die Regierungen ihre Hilfen für die Landwirtschaft überdenken und stärker auf spezifische wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele ausrichten sollten.

"Wenn wir diese globale Wirtschaftskrise überwunden haben, können wir nicht einfach weitermachen wie bisher. Der Druck auf die öffentlichen Finanzen wird weitere Reform der marktverzerrenden Agrarpolitik unumgänglich machen", sagte Ken Ash, Direktor für Handel und Landwirtschaft bei der OECD.

Ararsubventionen in der OECD. Grafik: OECD

Der Bericht kritisiert, trotz einiger Fortschritte herrschten in der Mehrheit der OECD-Länder nach wie vor stark marktverzerrende Unterstützungsformen vor. So machten zwischen 2006 und 2008 produktionsbasierte Unterstützungsformen mehr als 56 Prozent des gesamten Fördervolumens in den OECD-Ländern aus. Diese Zahlungen seien auch weiterhin an die Produktion bestimmter Güter geknüpft, insbesondere bei Reis, Zucker und einigen Fleischsorten. Rund 60 Prozent der Einkünfte der Reisbauern in OECD-Ländern werden von den Regierungen bereitgestellt.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, stehen öffentliche Subventionen (Direktzahlungen, Quotenregelungen, Exporterstattungen, Preisstützungen etc.) in Neuseeland für ein Prozent der Einnahmen der Landwirte, in Australien für sechs Prozent, in den USA für zehn Prozent, in Mexiko für 13 Prozent, in Kanada für 18 Prozent, in der Türkei für 21 Prozent, in der EU für 27 Prozent, in Japan für 49 Prozent, in Island für 58 Prozent, in der Schweiz für 60 Prozent, in Südkorea für 61 Prozent und in Norwegen für 62 Prozent.

www.oecd.org

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