Asien

Stuttgart (epo). - Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" befürchtet die Gefährdung der Menschenrechte in den vom Seebeben betroffenen Ländern Asiens. "Die Weltgemeinschaft neigt angesichts der Zerstörung zu Wohlwollen gegenüber den Regierungen Südasiens", erklärte die Direktorin der evangelischen Hilfswerke, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Das Bedürfnis der Gebernationen, die Mittel für die Flutopfer schnell umzusetzen, könne in den betroffenen Ländern als "Freifahrschein für Korruption und Menschenrechtsverletzungen" missverstanden und missbraucht werden.

Stuttgart (epo). - "Brot für die Welt" ist empört über die Slumräumungen in der indischen Stadt Mumbai. "Unsere Partner berichten, dass die Stadtverwaltung mit großer Härte gegen die Slumbewohner vorgeht", schrieb die Direktorin der evangelischen Hilfsorganisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel, in einem Brief an den Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster. Sie appellierte an das Stadtoberhaupt, sich bei der Reise einer Delegation in die Partnerstadt Mumbai ab dem 23. Januar für die betroffenen Menschen einzusetzen und eine sozialverträgliche Lösung anzumahnen.

Uschi EidBerlin (epo). - Angesichts der menschlichen Tragödie in Asien falle es schwer, die Augen auf die Anforderungen der Zukunft zu richten, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Uschi Eid, bei ihrer Rede auf der Konferenz der kleinen Inselstaaten auf Mauritius. Im indischen Ozean müsse es jetzt nicht nur um die schnelle Einführung eines Frühwarnsystems gehen. Es müsse auch sicher gestellt werden, dass die Verständigungswege vor Ort so gestaltet seien, dass die Menschen schnell und zuverlässig gewarnt werden.

gfz_potsdamBerlin (epo). - Führende deutsche Geowissenschaftler haben Bundeskanzler Gerhard Schröder ihr Konzept für den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystem in Asien vorgestellt. Das im Auftrag der Bundesregierung entwickelte System könnte in spätestens drei Jahren einsatzfähig sein und umfasst auch das Notfallmanagement nach dem Eintreffen einer Tsunami-Warnung.

inventBonn (epo). - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat InWEnt beauftragt, über ihre Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) eine Koordinierungsstelle "Wiederaufbau Asien" einzurichten. Ihre Aufgaben sind das Kontaktmanagement, Beratung und Information.

medicoFrankfurt a.M. (epo). - Die Frankfurter Hilfsorganisation medico international mahnt, auch angesichts der unfassbaren Dimensionen der Katastrophe in Südasien Kriterien für eine sinnvolle und effektive Hilfe zu beachten. medico forderte dazu auf, "wo immer möglich lokale Initiativen und Partner zu unterstützen". Sie seien "zur effektivsten Hilfe in der Lage", sagte medico-Geschäftsführer Thomas Gebauer. "Sie kennen den Bedarf, sie sprechen die Sprache und sie sind auch zu einer angemessenen ersten psychosozialen Hilfe für die traumatisierten Überlebenden in fähig."

Bonn (epo). - Die Deutsche Welthungerhilfe hat die Entscheidung der Bundesregierung begrüßt, in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien zur Verfügung zu stellen. Sie dringt aber nach wie vor darauf, dass es sich bei den für 2005 aus dem "Haushaltsvollzug" vorgesehen Mitteln auf keinen Fall um Gelder handeln sollte, die aus den bewilligten Etats für humanitäre Hilfe oder Entwicklungszusammenarbeit stammen.

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