OikocreditBonn (epo.de). - Mit überaus positiven Ergebnissen hat die Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit das Geschäftsjahr 2006 abgeschlossen. Ihr Gesamtkapital betrug zum Ende des Jahres 292 Millionen Euro, das sind rund 40 Millionen mehr als im Dezember 2005. Das teilte Oikocredit jetzt in Bonn mit. Die 1975 gegründete Genossenschaft investiert ihr Kapital gezielt in armen Ländern.

Oikocredit vermittelt das von ihren Mitgliedern angelegte Geld (Mindestbeteiligung: 200 Euro) als langfristige faire Darlehen an Genossenschaften und Unternehmen in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa. Zurzeit arbeiten weltweit mehr als 560 Unternehmen mit Oikocredit-Darlehen. 2006 bewilligte Oikocredit neue Kredite in der Gesamthöhe von 109 Millionen Euro, 2005 waren es 72 Millionen.

Oikocredit konnte vor allem in den letzten zwei Jahren eine deutlich wachsende Zahl von Anlegern verzeichnen. "Der Hauptgrund dafür ist sicherlich die gestiegene öffentliche Aufmerksamkeit für Mikrokredite", erklärte Ulrike Chini, Geschäftsführerin von Oikocredit Bonn. "2005 war das UN-Jahr der Mikrokredite und 2006 erhielten Muhammad Yunus und die Grameen-Bank den Friedensnobelpreis für diese äußerst effiziente Strategie zur Armutsbekämpfung. Oikocredit ist einer der erfahrensten und größten privaten Finanziers im Mikrofinanzbereich und damit eine attraktive Option für Menschen, die mit ihrer Geldanlage Entwicklung fördern wollen."

Investitionen in Mikrofinanzinstitutionen werden inzwischen von zahlreichen Fonds getätigt. Eine einerseits erfreuliche, andererseits nicht ganz ungefährliche Entwicklung, wie Tor G. Gull, Geschäftsführer von Oikocredit International, sagte: "Große etablierte Mikrofinanzinstitutionen werden mit Geld überflutet. Sie erhalten Angebote von Fonds und Institutionen weltweit. Das kann dazu führen, dass sie über mehr Kapital verfügen, als sie bewältigen können, und dadurch langfristig sogar in Schwierigkeiten geraten. Das ist ein Grund, warum wir uns auf weniger etablierte Institutionen konzentrieren."

Viele davon sind in ländlichen Regionen angesiedelt, denn hier existieren oft keinerlei Angebote an Finanzdienstleistungen. "Oikocredit orientiert sich vor allem am Bedarf der benachteiligten Menschen", so Ulrike Chini. "Ihnen möchten wir durch Kredite die Chance geben, ihre Lebenssituation zu verbessern."

www.oikocredit.org/sa/westdt


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